Editor

Ein Editor ist ein Dienstprogramm für die Eingabe, Änderung und Aufbereitung von Texten, Grafiken, Bildern, multimedialen Objekten und Programmen. Es ist ein grundlegendes Werkzeug, das in einfacher Form in Betriebssystemen enthalten ist, als eigenständige Programme über eine größere Funktionsvielfalt verfügt. Den Anwendungen entsprechend spricht man von Text-, Programm- und Grafikeditoren.


Texteditoren unterstützen die Textverarbeitung bei der Texteingabe, -korrektur und -aufbereitung für die Bildschirmdarstellung. Mit einem Texteditor können unformatierte Texte in unterschiedlichsten Zeichensätzen bearbeitet, aufbereitet und formatiert werden. Zu den unterstützten Zeichensätzen gehören ASCII, Unicode, ISO-Latin-1, UTF-8 und andere. Um den Schreibvorgang beim Schreiben von Texten nicht unnötig zu unterbrechen, sollten sich Texteditoren ausschließlich über die Tastatur bedienen lassen.

Grundfunktionen von Texteditoren

Texteditor mit Dialogfeld für Rechtschreibhilfe

Texteditor mit Dialogfeld für Rechtschreibhilfe

Zu den Grundfunktionen von Texteditoren gehören der automatische Umbruch und auch der Textanschluss bei vorgegebenen Umbrüchen mit Carriage Return (CR) und Line Feed (LF). Außerdem sollten Texteditoren Zeilenumbrüche von Mac OS, Unix und Windows konvertieren können. Es gibt netzfähige Editoren mit denen mehrere Anwender im lokalen Netz (LAN) an einem Text arbeiten können, viele haben mehrsprachige Rechtschreibfunktionen und andere suchen nach Zeichenketten in einem geöffneten Text, einem Dokument oder einer Datei und ersetzen diese. Zu den bekannteren Texteditoren gehören die HTML-Editoren für das Erstellen von Webseiten.

Die Funktionalität von Programmeditoren unterstützt die Programmerstellung. Sie gehören zu den Tools für die Programmerstellung, sind in den Grundfunktionen mit den Texteditoren identisch, weichen aber im Leistungsumfang stark von diesen ab.

Bei den Grafikeditoren handelt es sich um einfache Tools zur interaktiven Erstellung und Bearbeitung von Grafiken und Bildern, die integraler Bestandteil der entsprechenden Grafikprogramme sind. Solche Editoren eignen sich zum Zeichnen von einfachen Formen sowie zum Editieren der Darstellungs- und Größen-Parameter, usw. Es gibt Grafikeditoren für Vektorgrafiken und Pixelgrafiken. Die Funktionalität eines Vektorgrafikeditors umfasst die Erstellung von Linien, Bézier-Kurven, Splines, Polygonen, Kreisen, Ellipsen, Rechtecken usw., die eines Grafikeditors für pixelorientierte Grafiken viele Standardfunktionen eines entsprechenden Grafikprogramms wie die Füllung von Flächen, das Skalieren, Kopieren, Rotieren und Speichern. Solche Editoren eignen sich besonders für die Erstellung einfacher Webseiten und können verschiedene Grafikdateiformate verarbeiten.

Editoren gibt es für die unterschiedlichsten Medien und Programme. Für Audio, MIDI und Musik, für Videos, Fotos und Digitalfotos, für Hypertext Markup Language (HTML), Java, Extensible Markup Language (XML), ID3-Tags und vieles andere mehr.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Editor
Englisch: editor
Veröffentlicht: 03.11.2013
Wörter: 412
Tags: #Anwendungsprogramme
Links: ASCII-Zeichensatz, Audio, Bézier-Kurve, Bild, Datei