Snow Leopard

"Snow Leopard" ist die Bezeichnung für das Betriebssystem Mac OS X 10.6 von Apple. Das Betriebssystem wurde am 28. August 2009 offiziell auf den Markt gebracht und eignet sich ausschließlich für die Desktop- und Notebook-Rechner Apple Macintosh. Eine Variante des Betriebssystems ist "Snow Leopard Server", der die Koordination vernetzter Einzelrechner übernimmt.

Als erstes Betriebssystem für den Apple MacIntosh unterstützt Snow Leopard vollständig den Modus mit 64 Bit, auf älteren Rechnern mit PowerPC-Prozessor, die vor der vollständigen Umstellung des Apple Macintosh auf Intel-Prozessoren bis Mitte 2006 gekauft wurden, ist das System nicht mehr lauffähig. Für rechenintensive Aufgaben und Multimedia-Anwendungen wurde Snow Leopard vor allem für Multicore-Systeme optimiert, sodass sich das Computing auf mehrere Prozessorkerne verteilen lässt. Mit Grand Central Dispatch (GCD) können Software-Entwickler die Leistung von Multicore-Systemen maximal ausnutzen, was die Performance ihrer Programme deutlich steigert.

Die Grafikverarbeitung von Snow Leopard

Benutzeroberfläche 
   von Apple´s Snow Leopard

Benutzeroberfläche von Apple´s Snow Leopard

Die Grafikverarbeitung des Macintosh basiert mit Snow Leopard auf der OpenCL Technologie. Damit können Entwickler auch Office-Programme mit den von Spielen und 3D-Programmen gewohnten Modellierungstechniken optisch aufwerten, Medienprogramme für komplexere Video- und Grafikdateien vorbereiten oder noch präzisere Simulationen berechnen lassen.

Features und zusätzliche Programme

Zum Funktionsumfang von Snow Leopard gehört das Such-Feature "Spotlight", das ganz rechts in der obersten Menüzeile zu finden ist, dargestellt als eine Lupe in einem blauen Kreis. Da neue und aktualisierte Dateien ständig indiziert werden, findet Spotlight einen Suchbegriff in sämtlichen Dateien auf einer Festplatte und angeschlossenen Speichergeräten. Ein weiterer Bestandteil von Snow Leopard ist das " Time Machine" für Backups, seit Mac OS X 10.5 (Tiger) erstmals im Funktionsumfang des Betriebssystems. Time Machine sichert alle neuen und aktualisierten Dokumente in ihren unterschiedlichen Versionen. Bei Bedarf kann ein Anwender gelöschte oder veränderte Dateien, die sich auf seiner Festplatte oder einem externen Speicher befanden, in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherstellen.

Snow Leopard und seine Zusatzprogramme

Im Umfang von Snow Leopard finden sich auch das Kalender-Programm "iCal", ein Adressbuch und ein Mail-Client. Diese Programme sind so verzahnt, dass das Adressbuch beim Schreiben einer E-Mail seine E-Mail-Adressen automatisch zur Verfügung stellt. Zum Zugriff auf E-Mail, Kalender und Adressen arbeitet Snow Leopard mit dem Microsoft Exchange Server 2007. Statt Outlook zu verwenden, übernehmen die Macintosh-Programme Mail, iCal und das Adressbuch von Apple den Zugriff.

Zum Lieferumfang des Betriebssystems gehören auch der Web-Browser Safari 4 von Apple und " QuickTime X". Der neue Medien-Player gibt Audio und Video mit höherer Qualität wieder und unterstützt noch mehr Codecs. Das seit 1991 erhältliche Quicktime verfügt nun über eine Core-Animation-Technologie, ausblendbare Bedienelemente und größere Vorschaubilder.

Mit der integrierten Digitalkamera des Apple Macintosh lassen sich vertonte Videos aufnehmen, zuschneiden und zur Synchronisierung zum iPhone, iPod, Apple TV oder iTunes übertragen. QuickTime X eignet sich auch zur Veröffentlichung von Audio und Video auf dem Online-Dienst MobileMe von Apple oder YouTube, wobei der Anwender keine Codec-Formate oder Auflösungen berücksichtigen muss.

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Deutsch: Snow Leopard
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Veröffentlicht: 16.11.2013
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Tags: Betriebssysteme
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