Fernsehen

Fernsehen (TV) ist Bewegtbildübertragung mit Ton von einem Sender zu vielen Empfängern, also im Broadcast. Die Übertragung ist unidirektional und hat keinen Rückkanal, zumindest nicht beim analogen Fernsehen. Die Bildübertragung des Fernsehens kann in Schwarzweiß oder Farbe erfolgen und zwar über terrestrische Netze, Satelliten oder als Kabelfernsehen (DVB-C, CATV) über Kabelverteilnetze. Neben dem analogen Fernsehen gibt es das Digital-TV, bekannt als Digital Video Broadcasting (DVB).


Analoges Fernsehen

Beim analogen Fernsehen werden aus dem Komponentenvideo das Luminanzsignal für die Helligkeit und die beiden Farbdifferenzsignale "U" und "V" gewonnen. Dem Helligkeitssignal werden vor der Modulation die Austast- (A) und Synchronsignale (S) hinzugefügt. Das resultierende BAS-Signal wird bei allen Fernsehstandards in Amplitudenmodulation übertragen, wobei das Trägersignal unterdrückt und ein Seitenband mit reduzierter Bandbreite übertragen wird. Die Modulation der Chrominanzsignale ist bei SECAM und beim PAL-Fernsehstandard unterschiedlich, während SECAM die Farbsignale mit Frequenzmodulation überträgt, arbeiten der PAL-Fernsehstandard und NTSC mit Amplitudenmodulation. Dabei erfolgt die Modulation der Farbdifferenzsignale innerhalb des Spektralbereiches des Helligkeitssignals. Das Tonsignal hingegen wird außerhalb des Spektralbereiches des Helligkeitssignals übertragen; dazu wird das Tonsignal einem Tonträger in Frequenzmodulation aufmoduliert.

Fernsehbildspezifikationen nach CCIR

Fernsehbildspezifikationen nach CCIR

Die verschiedenen Modulationsverfahren gewährleisten die Kompatibilität von Schwarzweiß- und Farbübertragungen, damit ein Farbfernseher auch schwarzweiß Darstellungen und ein Schwarzweiß-Fernseher auch Farbdarstellungen, allerdings in schwarzweiß, darstellen kann. Außerdem musste bei der Definition der Standards die Möglichkeit des Übersprechens von Tonsignalen auf das Bildsignal berücksichtigt werden.

Empfangstechnisch wird aus dem Luminanz- , Chrominanz-, Austast- und Synchronsignal das FBAS-Signal gewonnen, das für die Ansteuerung von Farbbildschirmen in die drei Primärfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B) zerlegt wird.

Frequenzbereiche des analogen Fernsehens

Terrestrische Fernsehfrequenzen und -bänder in Deutschland

Terrestrische Fernsehfrequenzen und -bänder in Deutschland

Das analoge Fernsehen benutzt für die terrestrische Übertragung Frequenzen im VHF- und UHF-Band, und zwar im VHF-Band das Band I zwischen 48,25 MHz und 62,25 MHz für die Kanäle 2, 3 und 4 sowie das Band III zwischen 175,25 MHz und 224,25 MHz für die Kanäle 5 bis 12. In UHF die Bänder IV und V von 471,25 MHz bis 599,25 MHz sowie von 607,25 MHz bis 855,25 MHz. In Band IV sind es die 16 Kanäle 21 bis 37 und in Band V weitere 31 Kanäle von Kanal 38 bis 90. Während die Fernsehkanäle in Band I und Band III eine Bandbreite von 7 MHz haben, ist diese in den Bändern IV/V 8 MHz.

Für die Übertragung in Kabelverteilnetzen stehen neben den im Terrestrischen benutzten Kanäle drei Sonderkanalbereiche zur Verfügung: der untere Sonderkanalbereich (USB) zwischen 112,25 MHz und 169,25 MHz für 9 Fernsehkanäle mit 7 MHz, der obere Sonderkanalbereich (OSB) zwischen 231,25 MHz und 294,25 MHz, ebenfalls mit neun Kanälen und der erweiterte Sonderkanalbereich (ESB) mit 20 8-MHz-Kanälen zwischen 303,25 MHz und 463,25 MHz.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fernsehen
Englisch: television - TV
Veröffentlicht: 20.12.2012
Wörter: 454
Tags: #Fernsehen
Links: AM (amplitude modulation), Analog, Bandbreite, BAS (Bild, Austastung, Synchronisation), Blau