Tonträger

Beim Fernsehen werden Ton und Bild mit unterschiedlichen Modulationsverfahren moduliert und gemeinsam übertragen. Damit das Tonsignal keine Interferenzen im Fernsehbild hervorruft, wird das Audiosignal einer Tonträgerfrequenz aufmoduliert, die sich außerhalb des Frequenzspektrums des Fernsehbildes befindet.


Die Tonträgerfrequenz liegt beim PAL-Fernsehstandard bei 5,5 MHz, das heißt der Bild-/Tonträgerabstand beträgt 5,5 MHz. Auf dieser Trägerfrequenz von 5,5 MHz wird das stereophone Summensignal aus rechtem und linkem Kanal übertragen, damit Fernsehgeräte, die keine Stereofonie unterstützen, im Monosignal beide Audiokanäle wiedergeben. Auf einem weiteren Nebentonträger, der bei 5,7421875 MHz liegt, wird das Audiosignal des rechten Kanals für Stereo übertragen. Aus dem Summensignal und dem Signal für den rechten Audiokanal werden die beiden Stereosignale für den linken und rechten Kanal gewonnen. Damit kann Stereo in stereophonen Fernsehern wiedergegeben werden. Diese Technik wird als Zweikanalton oder A2 bezeichnet.

Frequenzbänder und Trägerfrequenzen des PAL-Fernsehsignals

Frequenzbänder und Trägerfrequenzen des PAL-Fernsehsignals

Damit der Fernseher erkennt ob es sich um ein monophones oder stereophones Signal handelt, wird der Nebentonträger von 5,74 MHz mit einer Frequenz von 54,6875 kHz, was der 3,5-fachen Zeilenfrequenz von 15,625 kHz entspricht, amplitudenmoduliert. Der Unterträger von 54,6 kHz wird bei Stereo-Übertragungen mit einem Identifikationston von 117,5 Hz moduliert, bei Twin-Mono-Signalen mit 235,5 Hz und wird bei Monosignalen nicht moduliert. Die erste Frequenz entspricht 1/133 der Zeilenfrequenz, die zweite dem 1/66.

Bei der Satellitenübertragung sind für die Audioübertragung mehrere Tonunterträger für Stereofonie oder für mehrsprachige Übertragungen vorgesehen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Tonträger
Englisch: audio carrier
Veröffentlicht: 16.09.2019
Wörter: 239
Tags: #Fernsehen
Links: Bild, Fernsehen, Frequenz, Hertz, Horizontalfrequenz