Satellitenübertragung

Bei der Satellitenübertragung findet eine Übertragung zwischen einem Satelliten und einer Bodenstation statt. Der Satellitenbereich wird als Raumsegment bezeichnet, der Bereich der Bodenstation als Bodensegment. Die Übertragung selbst erolgt mit Mikrowellen und zeichnet sich durch eine äußerst große Übertragungskapazität aus.


Verbindungstechnisch kann eine Satellitenübertragung eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Erdfunkstelle und Satellit sein oder in umgekehrter Richtung zwischen Satellit und Bodenstation, oder auch zwischen zwei Satelliten. Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen können zwischen Satelliten und Mobilstationen aufgebaut werden. Die Verbindung von der Bodenstation zum Satelliten ist der Uplink, die vom Satelliten zur Bodenstation der Downlink. Für die Übertragung ist eine Sichtverbindung (LOS) zwingend erforderlich.

Grundstruktur der Satellitenübertragung

Grundstruktur der Satellitenübertragung

Die Übertragung des Satellitenfunks zum Endgerät kann sich auf stationäre, ortsfeste, aber auch auf mobile Endgeräte beziehen. Darüber hinaus können Satellitendienste auch für Broadcast-Kommunikation eingesetzt werden. Nachteilig wirken sich in der Satellitenkommunikation die langen Verzögerungszeiten zwischen Bodenstation und Satellit aus, die durch die langen Übertragungswege entstehen, und die hohe Dämpfung durch die Erdatmosphäre. Obwohl die Satellitenübertragungsfrequenzen mit ca. 12 GHz so gewählt wurden, dass die Dämpfung durch die Erdatmosphäre sehr gering ist, liegt die Dämpfung für die Übertragungsstrecke bei über 100 Dezibel (dB). Das hat zur Folge, dass die Empfangsfeldstärke äußerst gering ist und diese durch Parabolantennen und hochempfindlche HF-Verstärker kompensiert werden muss.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Satellitenübertragung
Englisch: satellite transmission system
Veröffentlicht: 10.01.2015
Wörter: 228
Tags: #Satelliten-Übertragung
Links: Bodensegment, Bodenstation, CPE (customer premises equipment), Dämpfung, dB (decibel)