Switch

Switches sind Netzwerkkomponenten, die Schaltfunktionen ausführen. Dabei können diese Schaltfunktionen als Vermittlungsfunktionen in Weitverkehrsnetzen ebenso wie in lokalen Netzen stattfinden. Switches arbeiten hardwarebasiert und sind daher wesentlich schneller als Komponenten, die ihre Schaltfunktion softwarebasiert ausführen, wie Router.


Die verschiedenen Switch-Varianten

Switches ist der Oberbegriff für alle möglichen leistungsfähigen Switch-Varianten, die sich nach ihrer Funktionalität, ihrem Einsatzgebiet und der damit verbundenen Leistungsfähigkeit in leistungsstarke und weniger leistungsstarke sowie in solche, die bestimmte Funktionen unterstützen, untergliedern. So werden in lokalen Netze (LAN) LAN-Switches und Ethernet-Switche eingesetzt. Wenn diese Switche nur einen bestimmten Layer unterstützen, spricht man von einem Layer-2-Switch, Layer-3-Switch, Layer-4-Switch oder Layer-7-Switch; Letzterer ist auch als Webswitch oder Content-Switch bekannt.

Was die Leistungsfähigkeit in Weitverkehrsnetzen betrifft, so werden in den US-amerikanischen Telefonnetzen die Switches klassifiziert: Class-4-Switch oder Class-5-Switch. Bekannt sind auch Mediation Switches, die unterschiedliche Netztechniken miteinander verbinden, Softswitche als Media Gateway Controller in Next Generation Networks und die äußerst leistungsstarken Core-Switche, die in Kernnetzen eingesetzt werden. Neben den genannten Switches spielen FC-Switche in Fibre Channel und ToR-Switche in Rechenzentren eine bedeutende Rolle.

40-GbE-Switch, 
   Foto: Gnodal

40-GbE-Switch, Foto: Gnodal

Funktional verbindet der Switch wechselweise verschiedene Segmente oder Übertragungsstrecken miteinander in Abhängigkeit von bestimmten Anforderungsprofilen, so beispielsweise zur Optimierung der Bandbreite bei unterschiedlichem Bedarf. Dadurch können einzelne Segmente oder auch einzelne Stationen ohne Belastung des restlichen Netzes miteinander kommunizieren. Bei lokalen Netzen sorgen Switches für die bessere Verteilung der zur Verfügung stehenden Bandbreite, wodurch sie effizienter auf wenige Nutzer aufgeteilt werden können.

Ethernet-Switch, Foto: Hirschmann

Ethernet-Switch, Foto: Hirschmann

Ein Switch ist normalerweise Hardware-basiert, wodurch kürzeste Schaltzyklen möglich sind. Vom Schaltverfahren arbeiten Switches nach dem Store-and-Forward-Verfahren, dem Fragment-Free-Verfahren und dem Cut-Through-Verfahren. Die wichtigsten Kenngrößen von Switches sind die Forwarding Rate, die ausdrückt wie viel Datenpakete pro Sekunde eingelesen, bearbeitet und weitergeleitet werden, die Latenzzeit, die für die Eigenverzögerung steht und die Filtering Rate, als Maß für die bearbeiteten Datenpakete und die verwaltbaren MAC-Adressen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Switch
Englisch: switch
Veröffentlicht: 12.11.2013
Wörter: 334
Tags: #Netzwerkkomponenten #Ethernet-Komponenten
Links: Bandbreite, Class-4-Switch, Class-5-Switch, Content-Switch, Controller