Store-and-Forward-Verfahren

Store and Forward (SF) ist ein Vermittlungs- und Übertragungsprinzip, bekannt aus der Datenpaketvermittlung, bei der Datenpakete oder Nachrichten über Teilstrecken von einem Netzknoten zum nächsten weitergeleitet und in diesen zwischengespeichert werden, bevor sie an den Endadressaten übertragen werden. Treten in den Teilstrecken Blockierungen auf, so spricht man vom Store-and-Forward-Lockup.

Das Store-and-Forward-Verfahren wird aber auch in Switches angewandt, den zentralen Komponenten der Switching-Systeme. Dabei wird jedes eingehende Datenpaket für eine kurze Zeit im Eingangsspeicher gespeichert und gelesen, also nicht nur durchgereicht, wie beim Cut-Through-Verfahren. Alle Datenpaket-Informationen werden gelesen und für die Weiterleitung genutzt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass die Weiterleitung durch Filtermechanismen, Fehlererkennung und Fehlerkorrektur unterstützt wird. Dadurch ist auch der mögliche Anwendungsbereich wesentlich breiter als bei Switching-Systemen mit Cut-Through-Verfahren. Nachteilig sind die höhere Latenzzeit im Schaltnetzwerk und die nicht vorhandene Möglichkeit der Bildung virtueller Netze.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Store-and-Forward-Verfahren
Englisch: store and forward - SF
Veröffentlicht: 05.04.2011
Wörter: 145
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Cut-Through-Verfahren, Datenpaket, Datenpaketvermittlung, Fehlererkennung, Fehlerkorrektur