Fehlerkorrektur

  1. Fehlerkorrektur, Error Correction Code (ECC), ist ein intelligenter Fehlererkennungscode, bei dem eine Teilmenge der gestörten Zeichen aufgrund der Bildungsgesetze korrigiert werden kann. Bei diesem Code werden mehrere Prüfbits den Nutzbits hinzugefügt, aus denen nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip an der Empfangsstelle das richtige Zeichen ermittelt wird. Eine Rückfrage ist hierbei nicht notwendig.


    Während bei der einfachen Fehlererkennung eine Abhilfe beim Auftreten von Störungen nur dadurch erfolgen kann, dass der Sender aufgefordert wird, die gestörten Dateneinheiten erneut zu senden, kann bei erhöhter Redundanz eine Korrektur der beschädigten Daten nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip vorgenommen werden. Dazu wird am Empfangsort das beschädigte Zeichen mit gültigen Zeichen verglichen und es wird davon ausgegangen, dass das Zeichen mit den wenigsten Abweichungen vom beschädigten Zeichen das richtige ist. Bei der Fehlerkorrektur unterscheidet man zwischen zwei Standardverfahren: Der Backward Error Correction (BEC) und der Forward Error Correction (FEC).

  2. In der Speichertechnik handelt es sich bei der Fehlerkorrektur um Module, die in kritischen Applikationen eingesetzt werden und mehrere Bits für die Paritätsprüfung benutzen. Bei jedem Speicherzugriff werden die ECC-Bits aktualisiert und von dem ECC-Algorithmus überprüft. Dieser kann doppelte Bitfehler erkennen und Einzelbitfehler automatisch korrigieren, sogenanntes Error Detection and Correction (EDC). Für die Erkennung der Doppelbitfehler erfolgt die Paritätsprüfung gewöhnlich mit drei Paritätsbits pro Byte.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fehlerkorrektur
Englisch: error correcting code - ECC
Veröffentlicht: 30.11.2017
Wörter: 225
Tags: #Grundlagen der Datenkommunikation #Speichertechnik
Links: BEC (backward error correction), Bit (binary digit), Bitfehler, Byte, Code