Bitfehler

Bitfehler sind Verfälschungen eines binären Signalelementes bei der Übertragung, Verarbeitung oder Speicherung. Die Wahrscheinlichkeit für diese Verfälschung kann dabei vom ursprünglichen Signalzustand abhängen, d.h. für die Verfälschung von »0« nach »1« kann sie anders sein als für die von »1« nach »0«. Ursache für Bitfehler sind z.B. Störungen des übertragenen Signals, Rauschen, Übersprechen oder eine zu hohe Streckendämpfung. Die Auswirkungen dieser Ursachen hängen u.a. vom verwendeten Code ab, wobei bei manchen Codes ein Codefehler mehrere Bitfehler verursachen kann.


Bei der Datenübertragung wird durch einen Bitfehler ein Zeichen gestört. Um diese Störungen feststellen zu können, werden im Allgemeinen Blöcke bestimmter Länge übertragen. Mit Hilfe einer mit übertragenen Prüfsumme prüft der Empfänger die Richtigkeit der übertragenen Daten und kann bei Fehlern die nochmalige Übertragung des Blocks anfordern.

Bei der klassischen, analogen Telefonie wirken sich Bitfehler als Knackgeräusche aus. Eine Bitfehlerrate von 10exp-2 macht sich als stark störendes Prasseln bemerkbar, bei 10exp-3 löst sich das Prasseln in einer dichten Folge von Knackgeräuschen auf, die bei einer Bitfehlerrate von 10exp-4 in einzelne Knackgeräusche übergeht. Bei 10exp-5 sind nur noch einzelne Knackgeräusche hörbar und Bitfehlerraten von 10exp-6 beeinträchtigen die Sprachübertragung überhaupt nicht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bitfehler
Englisch: bit error
Veröffentlicht: 21.10.2012
Wörter: 230
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Analog, BER (bit error rate), Binär, Code, Daten