Fragment-Free-Verfahren

Das Fragment-Free-Verfahren ist wie das Cut-Through-Verfahren oder das Store-and-Forward-Verfahren ein Switching-Verfahren für die Weiterleitung von Datenpaketen in Netzwerken. Beim Fragment-Free-Verfahren werden die Datenpakete auf ihre Gesamtlänge hin überprüft.

Bei Ethernet haben diese eine minimale Framelänge von 64 Byte. Dieser Wert wird von dem Fragment-Free-Algorithmus überprüft und wenn er nicht unterschritten wird, wird aus dem Ethernet-Frame die Zieladresse ausgelesen und das Datenpaket ohne Fehlerkorrektur direkt an den Zielport übertragen. Ist die Framelänge unter 64 Byte wird das Datenpaket verworfen, da davon auszugehen ist, dass es sich um ein Fragment handelt. Da ein Zeitfenster für eine mögliche Kollision in dem Zielsegment abgewartet wird, kann bei diesem Forwarding-Verfahren keine Kollision auftreten.

Da bei diesem Switchning-Verfahren keine Blockprüfung stattfindet und die Frames direkt an den Zielport weitergeleitet werden, arbeitet das Fragment-Free-Verfahren schneller als das Store-and-Forward-Verfahren.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Fragment-Free-Verfahren
Englisch: fragment free technique
Veröffentlicht: 05.04.2011
Wörter: 141
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Byte, Cut-Through-Verfahren, Datenpaket, Ethernet, Ethernet-Frame