Webswitch

Webswitches, auch Layer-7-Switches oder Content-Switches genannt, haben die Aufgabe, Webanfragen ohne große Verzögerungen bedienen zu können und den Datenverkehr mittels eines optimalen Lastausgleichs an die entsprechenden Server einer Serverfarm zu leiten.


Webswitches, die auch als Load-Balancing-Switches bezeichnet werden, untersuchen die TCP/IP-Daten und werten die URL-Informationen und Cookies aus, um daraufhin ein optimales Load-Balancing vorzunehmen. Sie verteilen den Datenverkehr in Abhängigkeit von den übertragenen Inhalten und erkennen anhand eines Datenpakets, ob es sich um einfaches Websurfen, eine zeitkritische SAP-Transaktion oder um eine Online-Bestellung handelt.

Webswitches unterstützen mehrere Load-Balancing-Verfahren wie das Round-Robin-Verfahren, bei dem die Anfragen sequenziell an die Server verteilt werden, das Least-Connection-Verfahren, bei dem die Verbindung zu dem Server hergestellt wird, der die wenigsten Verbindungen bedient, das Weighted-Distribution-Verfahren, bei dem die Server nach ihrer Leistungsfähigkeit gewichtet werden, und das Response-Time-Verfahren, bei dem der Server mit der kürzesten Antwortzeit ausgewählt wird.

Load-Balancing über einen Web-Switch

Load-Balancing über einen Web-Switch

Mit diesen Verfahren werden die vorhandenen Ressourcen optimal ausgenutzt und die Konfiguration und das Management der Server vereinfacht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Webswitch
Englisch: web switch
Veröffentlicht: 10.03.2019
Wörter: 173
Tags: #Web #Internet-Komponenten
Links: Antwortzeit, Content-Switch, Cookie, Konfiguration, Layer-7-Switch