IrDA-Schichtenmodell

Das IrDA-Schichtenmodell ist ein Schichtenmodell, das von der Infrared Data Association (IrDA) für die Kommunikation über Infrarotverbindungen spezifiziert wurde. Dieses IrDA-Schichtenmodell wird von einem obligatorischen und einem optionalen Protokollsatz unterstützt. Der allgemeine Protokollsatz besteht aus dem Physical Signalling Layer Protocol (IrPHY), dem Link Access Protocol (IrLAP), dem Link Management Protocol (IrLMP) und dem Information Access Service (IAS).

Auf der Bitübertragungsschicht werden die physikalischen Parameter des Infrarotlichts und die Modulation definiert. Es wird eine bidirektionale Übertragung über eine Entfernung von mindestens einem Meter gewährleistet. In einer speziellen Ausführung mit niedriger Leistung werden 20 cm bis 30 cm garantiert. Die maximale Datenübertragungsrate und die Reichweite sind abhängig von der Implementierung. Die Version mit der niedrigsten Datenrate ist Serial Infrared (SIR), die es bei einem Abstrahlwinkel von 30 Grad auf Datenraten zwischen 9,6 kbit/s und 115,2 kbit/s bringt. Medium Infrared (MIR) Medium Infrared hat moderate Datenraten zwischen 0, 576 Mbit/s und 1,152 Mbit/s. Die nächst schnelleren Versionen sind Fast Infrared (FIR) mit 4 Mbit/s und Very Fast Infrared (VFIR) mit 16 Mbit/s. Danach wurde Ultra Fast Infrared (UFIR) mit 96 Mbit/s und Giga-Infrared (Giga-IR) mit 512 Mbit/s und 1 Gbit/s entwickelt. CRC-Verfahren sorgen für einen Schutz der übertragenen Datenpakete. Je nach Datenübertragungsraten arbeitet die Cyclic Redundancy Checksum (CRC) mit 16, 32 oder sogar 64 Bit.

Protokollschichten 
   von IrDA

Protokollschichten von IrDA

Die Sicherungsschicht unterstützt mit einer Prozedur die Erkennung des angesprochenen Gerätes und sorgt für die Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen zwei Geräten bei der jeweils gewählten Übertragungsrate. Auf der Vermittlungsschicht wird das Multiplexing durch das IrDA Link Management Protocol (IrLMP) unterstützt. Darüber hinaus können auf einer IrLAP-Verbindung mehrere Kanäle betrieben werden.

An optionalen Protokollen steht IrDA Tiny Transport Protocol (IrTTP), das die Flusskontrolle auf der IrLMP-Verbindung mit einer optinalen Segmentierung und Reassemblierung unterstützt, zur Verfügung.

Das IrCOMM, IrDA Communications, bietet paralelle und serielle Port-Emulation für Kommunikationsanwendungen, Drucker und Modems. IrOBEX IrDA Object Exchange, unterstützt Object Exchange Services ähnlich HTTP. IrDA Lite unterstützt Methoden zur Reduzierung der Größe des IrDA-Codes unter Beibehaltung der Kompatibilität der vollen Implementierung. IrTran-P ist ein Protokoll zur Erfassung und für den Austausch von Bildern von Digitalkameras. IrMC, IrDA Mobile Communication, bildet die Spezifikation für den mobilen Austausch von Informationen bei mobiler Telefonie und anderen Mobilanwendungen wie Telefonbuch, Kalender und Nachrichtendaten. IrLAN, IrDA Local Area Network, beschreibt ein Protokoll zur drahtlosen Anbindung an lokale Netze mittels Infrarot-Technik.

Informationen zum Artikel
Deutsch: IrDA-Schichtenmodell
Englisch: IrDA layered model
Veröffentlicht: 16.12.2015
Wörter: 404
Tags: Infrarot-LANs
Links: 576 Zeilen, Abstrahlwinkel, Bidirektional, Bild, Bit (binary digit)