Prozedur

  1. Nach DIN 44302 ist eine Prozedur ein Steuerungsverfahren. Man versteht darunter die Festlegung der Vorgänge an der Schnittstelle zwischen Datenendeinrichtung (DEE) und Datenübertragungseinrichtung (DÜE) zur Verbindungssteuerung, dem Verbindungsaufbau, dem Halten der Verbindung und deren Abbau. Der Begriff Prozedur wird oft synonym zu Protokoll verwendet und beschreibt auch den Ablauf eines Protokolls; allerdings wird in der ISO-Literatur der Begriff »Procedure« verwendet.


    Ende der 60er-Jahre entstanden die ersten zeichenorientierten DÜ-Prozeduren, die international genormt wurden: der ISO-Basic-Mode oder das Steuerungsverfahren mit dem 7-Bit-Code, nach DIN 66019.

    Die zeichenorientierten DÜ-Prozeduren sind in nationalen und internationalen Normen festgeschrieben: ISO 1745, 115, 2628, 2629, ECMA-16 und DIN 66019. Die zeichenorientierten Prozeduren nehmen ihre Steuerfunktion mittels Steuerzeichen wahr. Die Übertragung ist codegebunden, wobei in aller Regel das IA-5-Alphabet (International Alphabet 5) eingesetzt wird. Diese Prozeduren arbeiten mit automatischer Fehlerkorrektur, die jedem Datenblock zur Blockprüfung angehangen wird.

    Eine Prozedur kann in einzelne Prozedurphasen gegliedert werden. Die einzelnen Phasen unterstützen den Wählvorgang und den Verbindungsaufbau, die Informationsübertragung, die Fehlerkorrektur und den Verbindungsabbau.
  2. In der Programmiertechnik ist eine Prozedur ein Unterprogramm. Mit solchen auch als Subroutinen bekannten Unterprogrammen können als Programm formulierte Vorschriften zu Anweisungen in einem anderen Programm werden. Der Aufbau einer Programm-Prozedur ist genau festgelegt und besteht aus Parametern und Anweisungen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Prozedur
Englisch: procedure
Veröffentlicht: 17.11.2005
Wörter: 204
Tags: #Protokolle
Links: 7-Bit-Code, Alphabet, Anweisung, Datenblock, DEE (Datenendeinrichtung)