Xeon

Xeon ist eine Intel-Prozessor-Generation, die speziell für Server und Workstations entwickelt wurde. Die verschiedenen Versionen unterscheiden sich in ihren 32-Bit-Prozessor-Architekturen und haben sich seit der Einführung 1998 in ihren Leistungswerten enorm verändert. Der erste Xeon (P6) aus dem Jahr 1998 war ein 32-Bit-Prozessor, der eine Variante der Pentium-Prozessoren darstellte und den gleichen Prozessorkern hatte wie diese.


Technologisch werden Xeon mit verschiedensten Technologien gefertigt, so die ersten mit einer Strukturbreite von 250 nm und 180 nm (Xeon P6), die folgenden (Xeon NetBurst) ab 2001 bereits in 180 nm und 65 nm, der darauf folgende Entwicklungssprung hin zum Xeon (Core) wurde in 65 nm und 45 nm gefertigt, ebenso wie der Xeon (Nehalem).

Die Entwicklung der Taktfrequenzen

Entwicklungsstufen 
   von Intels Xeon

Entwicklungsstufen von Intels Xeon

Eine ebenso dynamische Entwicklung gab es bei den Taktfrequenzen der Prozessoren und der Fronsitebusse. Die Prozessortaktrate erhöhte sich von 400 MHz bis 1,0 GHz (P6) bis hin zu 1,4 GHz bis 3,66 GHz (NetBurst), die Taktrate für den Frontsidebus (FSB) hat sich von 100 MHz bis auf 400 MHz (Core) erhöht und mit Intels Quick Path Interconnect (QPI) sogar auf bis zu 6,4 GT/s (Giga-Transfers pro Sekunde). Xeons gibt es für die CPU-Sockel Slot 2, Sockel 495, 603, 604 und 771.

Xeons haben unterschiedliche Level-2-Caches mit Speicherkapazitäten zwischen 256 KB und 2 MB, und L3-Caches bis 16 MB. Er eignet sich für Multiprozessorsysteme mit zwei, vier oder acht parallel arbeitenden Prozessoren.

Das erweiterte Xeon-Konzept

Xeon Doppelkern-Prozessor 
   in 65-nm-Technologie, Foto: Intel

Xeon Doppelkern-Prozessor in 65-nm-Technologie, Foto: Intel

Der Xeon wurde um eine Opteron-kompatible 64-Bit-Variante, den EMT64 erweitert. Dieses Intel-Konzept der Extended Memory Technology (EMT) verfügt über einen breiten Adressbus der einen adressierbaren Speicherbereich von mehreren Terabyte (TB) unterstützt und die in der Praxis vorhandenen Arbeitsspeicher mit vielen Gigabyte (GB) skalieren kann. Der Hauptspeicher wird nicht direkt von der Zentraleinheit verwaltet, sondern von einem zentralen Memory-Controller-Hub (MCH). Alle Prozessoren des Systems kommunizieren mit dem EMT64 über den gemeinsamen Frontsidebus (FSB), allerdings mit 800 MHz.

Darüber hinaus bietet der Xeon-64 Hyperthreading mit dem sich der Prozessorkern nach außen hin wie ein Doppelkernprozessor darstellt. Den Xeon gibt es als Doppelkern- und Vierkernprozessor und auch mit acht Prozessorkernen, außerdem in vielen Varianten mit Taktraten zwischen 3,2 GHz und 3,6 GHz.

Der EMT64 hat eine Shared-Bus-Architektur, die auf der x86-Architektur des Pentiums basiert und einen erweiterten SSE-Befehlssatz, Streaming SIMD.

Während seiner Entwicklungszeit hatte der Xeon die verschiedensten Codenamen. So u.a. Drake, Cascades, Foster, Prestonia, Nocona, Irwindale, Paxville, Tusla, Woodcrest, Bloomfield, Gainestown und viele weitere.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Xeon
Englisch: Xeon
Veröffentlicht: 17.04.2012
Wörter: 392
Tags: #Intel CPUs
Links: Adressbus, ASP (Arbeitsspeicher), Codename, CPU (central processing unit), CPU-Sockel