Befehlssatz

Unter einem Befehlssatz ist die Menge aller Instruktionen zu verstehen, die ein Mikroprozessor ausführen kann. Er ist ein wichtiges Kriterium für die Leistungsfähigkeit eines Mikroprozessors.


Ein Befehlssatz oder Instruction Set lässt sich in arithmetische und logische Befehle, in Sprungbefehle, Transferbefehle, Inkrementierungs- und Dekrementierungsbefehle, Ein- und Ausgabebefehle und Spezialbefehle untergliedern.

Beispiele 
   für verschiedene Anweisungen

Beispiele für verschiedene Anweisungen

Zu den arithmetischen und logischen Befehlen zählen alle Befehle die der Datenmanipulation dienen wie die Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division sowie die logischen Verknüpfungen mittels AND-Gatter, OR-Gatter und XOR. Des Weiteren gehören zu den Instruktionen das Shiften eines Bitwertes in einem Schieberegister oder die Rotation.

Zu den Transferbefehlen gehören alle Anweisungen um Daten von einem Register in ein anderes zu transportieren oder kopieren. Es sind Load- und Store-Kommandos für die Kopie der Datensätze zwischen externen Speichern und internen Registern und Stackspeichern.

Die Sprungbefehle werden für Verzweigung von Programmen und den Aufruf von Unterprogrammen und Interrupts benutzt, die an einer anderen im Sprungbefehl angegebenen Stelle fortgesetzt werden sollen.

Man unterscheidet zwischen normalen ausführlichen Befehlssätzen, den Complex Instruction Set Computer (CISC), solchen mit reduzierten Instruktionen, den Reduced Instruction Set Computer (RISC) und solchen mit virtuellem Befehlssatz, den Virtual Instruction Set Computing (VISC).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Befehlssatz
Englisch: instruction set
Veröffentlicht: 03.12.2014
Wörter: 207
Tags: #Software #CPU-Architektur
Links: AND-Gatter, Anweisung, Befehl, CISC (complex instruction set computer), Daten