Vierkernprozessor

Da die Rechenleistung von Prozessoren kaum noch über eine höhere Taktrate erhöht werden kann, setzt man stattdessen auf Prozessorarchitekturen, bei denen mehrere unabhängige Prozessoren als Verbund auf einem Chip integriert sind. Dies sorgt für eine höhere Rechenleistungen und höhere Datendurchsätze und zu einer effizienteren Ausnutzung der einzelnen Prozessoren und Speicher. Das Vierkernkonzept ist die zweite Stufe nach dem Doppelkernprozessor hin zu Mehrkernprozessoren mit acht, sechzehn oder mehr Prozessoren.


Intel hat 2006 mit dem Quad-Core Xeon 5300 und dem Core 2 Extreme QX6700 die ersten Quad-Core-Prozessoren vorgestellt. Der QX6700 verfügt über eine Taktfrequenz von 2,66 GHz, 2x4 Megabyte (MB) Level-2-Cache sowie einen Front Side Bus mit einer Taktfrequenz von 1066 MHz, 266 MHz Quad Pumped Bus.

Quad Core Prozessor QX6700, Foto: Intel

Quad Core Prozessor QX6700, Foto: Intel

Der QX6700 besteht aus zwei Doppelkernprozesoren, die sich auf einem Substrat befinden. Insgesamt hat ein solcher Vierkernprozessor mit den Level-2-Caches 290 Millionen Transistoren. An der Unterseite des Dice stehen 775 Kontakte für die elektrischen Verbindungen und die Verbindung zum Motherboard und zum Chipsatz zur Verfügung. Der QX6700 basiert auf Intels Core Mikroarchitektur und unterstützt diverse Funktionen wie Wide Dynamic Execution, Smart Memory Access und Intelligent Power Capability. 2008 kam mit dem Core i7 ein weiterer leistungsstarker Vierkernprozessor hinzu.

Mehrkernprozessoren werden in Desktops eingesetzt, aber auch in Smartpones und Tablets.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Vierkernprozessor
Englisch: quad core processor
Veröffentlicht: 15.08.2017
Wörter: 216
Tags: #CPU
Links: Chip, Chipsatz, Core i7, Core-2-Prozessor, Desktop