Hub

Der Begriff Hub wird in lokalen Netzen und in der Satellitenübertragung verwendet. Bei der Satellitenkommunikation handelt es sich um eine große, feste Bodenstation, die die Verbindung zwischen den Kommunikationsnetzen und dem Satelliten herstellt.


In lokalen Netzen (LAN) ist ein Hub ein Vermittlungssystem zwischen LAN-Segmenten und Endgeräten. Er bildet den Konzentrationspunkt bzw. den Netzknoten für eine sternförmige Verkabelung zur Bildung logischer LANs, d.h. der Hub adaptiert unterschiedliche LANs und beliebige Medien. Aus diesem Grund spricht man auch von »Wiring Hubs« oder Kabelkonzentratoren.

Hubs arbeiten ausschließlich auf der Bitübertragungsschicht, sie empfangen die Signale, regenerieren sie, gleichen durch Jitter entstandene zeitliche Signalverschiebungen aus und senden die Signale an alle Netzteilnehmer.

Konzeptionelle Unterschiede von Hubs

Vom Einsatzgebiet her können Hubs in arbeitsgruppenweite (Workgroup-), abteilungsweite (Departmental-) und unternehmensweite (Enterprise-) Hubs gegliedert werden, die sich in Größe und Ausstattung unterscheiden.

Hub-Hierarchie

Hub-Hierarchie

Ein Workgroup-Hub kann nur einige Dutzend Stationen eines einheitlichen Netztyps versorgen. Man nutzt diese Hubs vorwiegend für den Anschluss von PCs oder anderen Endgeräten an die hierarchisch höhergestellten Abteilungs- oder Unternehmens-Hubs. Beispiele für Workgroup-Hubs wären ein 10Base-T-Hub für Ethernet oder der Ringleitungsverteiler für Token Ring.

Abteilungsweite Hubs werden üblicherweise an die unternehmensweiten Hubs angeschlossen und unterstützten um die 100 anschließbare Stationen, meistens von einer einzigen Neztwerktechnologie. Ein größerer Ethernet-Sternverteiler ist ein Beispiel für einen abteilungsweiten Hub.

Unternehmensweite Hubs sind in modularer Technik aufgebaut und können unterschiedliche LAN-Typen realisieren, also z.B. Token Ring, Ethernet und FDDI miteinander verbinden. Je nach Bestückung der Hub-Module können an einen unternehmensweiten Hub einige hundert Stationen in jedem Netz angeschlossen sein. An Modulen gibt es praktisch eine unbegrenzte Vielzahl; sie bieten die Funktionalitäten von Konzentrator, Brücke, Router oder Management-System und unterstützen dabei das Netzwerkmanagement sowie alle gängigen Übertragungsmedien.

Hubs als Netzknoten der Bitübertragungsschicht

Das Herz des Hub sind die internen Busse, die das Backplane bilden. Neben der reinen Anzahl von Slots bestimmt vor allem die Busarchitektur die Leistungsfähigkeit des Hub. Die heutigen Hubs arbeiten praktisch alle mit proprietären Bussen, bei denen die Kapazitätszuordnung ( Arbitration) durch das Zugangsverfahren bestimmt wird, das auf dem Bus läuft, also Token, CSMA/CD oder FDDI. Der proprietäre Bus eines Hub transportiert die Signale wie auf einem eigenen Netz. Es gibt vier grundsätzliche Konstruktionen für den Backplane eines unternehmensweiten Hub: der segmentierte proprietäre Bus, vielfache proprietäre Busse, gemultiplexte proprietäre Busse und Systembusse.

Stackable Hubs, Super Stack von 3COM

Stackable Hubs, Super Stack von 3COM

Der segmentierte proprietäre Bus ist in bestimmte Bereiche für die Unterstützung von z.B. Ethernet, Token Ring oder FDDI unterteilt. Ein Modul, das auf den segmentierten proprietären Bus gesteckt wird, merkt, ob ein Segment frei ist oder nicht. Wenn das Segment frei ist, kann das Modul versuchen, auf ein anderes Segment auszuweichen oder dem bereits durch die Verbindung anderer Module bestehenden Netz beizutreten. Auf diese Weise können Module für unterschiedliche Netztypen den gleichen Bus benutzen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Hub
Englisch: hub
Veröffentlicht: 10.04.2012
Wörter: 500
Tags: #Internetworking-Komponenten
Links: Anschluss, Arbitrierung, Backplane, Bitübertragungsschicht, Bodenstation