SQL-Server

SQL-Server ist eine relationale Enterprise-Datenbank von Microsoft. Die erste Version wurde 1989 veröffentlicht, 2008 folgte der SQL Server 2008 mit verschiedenen Varianten.


Die SQL Server Enterprise Edition verfügt über alle Features der Datenbank und kann mit einer unlimitierten Zahl von Zentraleinheiten (CPU) und Arbeitsspeicher (RAM) betrieben werden.

Die SQL Server Standard Edition bietet weniger Features als die Enterprise Edition. Eine weitere Einschränkung sind maximal 4 CPUs, der Arbeitsspeicher jedoch weist keine Limitierung auf.

Die SQL Server Workgroup Edition wurde zum Data Warehousing und Reporting an ausgelagerten Standorten entwickelt, da sich die Synchronisierung und Administration auch remote ausführen lassen. Die Hardware-Einschränkungen liegen bei 2 Prozessoren und maximal 3 Gigabyte (GB) RAM.

Die SQL Server Web Edition wurde für Webhosts und Websites bereitgestellt.

Die SQL Server Developer Edition bietet wie die Enterprise Edition alle Features der Datenbank. Laut Lizenzvertrag darf diese Software aber nicht zum produktiven Betrieb, sondern nur als Test- und Entwicklungs-Umgebung verwendet werden.

Die SQL Server 2008 Express Edition ist eine kostenlose, aber stark eingeschränkte Version für nur eine Zentraleinheit und maximal 1 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Die SQL Server Compact Edition ist ebenfalls kostenlos und eignet sich zum Betrieb auf Desktops, Endgeräten mit Windows Mobile oder Tablet-PCs, die nicht auf eine ständige Verbindung mit dem Server angewiesen sind. Diese Version ist auf eine Hardware von 2 Megabyte (MB) Speicherplatz und 5 Megabyte RAM beschränkt.

Das Arbeiten mit dem SQL-Server

Der Microsoft SQL Server 2008 eignet sich für den Betrieb von unternehmenskritischen Anwendungen und verarbeitet unterschiedliche Datentypen wie XML, E-Mail, Organizer-Funktionen wie Termin- und Kalenderdaten, Office-Dokumente sowie Sensor- und Geodaten mit Standort­Informationen und Raum-Koordinaten. Für spätere Auswertungen werden auch Datenänderungen in eigenen Tabellen aufgezeichnet.

Oberfläche des SQL Server 2008, Screenshot: Microsoft

Oberfläche des SQL Server 2008, Screenshot: Microsoft

Die zentralen Services des Microsoft SQL Server sind die Suche, Abfrage, Analyse, Bericht-Erstellung und Synchronisierung von relationalen Daten und unstrukturierten Informationen. Die physikalische Grenze von 8.000 Byte für die User-defined Types (UDT) wurde aufgehoben. Durch die Komprimierung von Daten und ihren Backups erhalten die Anwender mehr System-Performance bei niedrigerem Speicherbedarf.

Für mobile Endgeräte, die nur zeitweise mit dem Unternehmensnetz verbunden sind, wurde eine durchgängige Synchronisierung zum Datenabgleich unterschiedlicher Anwendungen, Speicherorte und Datentypen entwickelt. Auch unstrukturierte Dokumente und Bilddateien lassen sich effizient speichern und durch Volltextindizes schnell wieder aufrufen.

Berichte und Auswertungen

Eine zentrale Funktion des Microsoft SQL Server ist die Bereitstellung von Business Intelligence (BI), also der Abruf von Zusammenhängen und Trends aus Einzeldaten und Dateibeständen.Die Berichte lassen sich in beliebiger Komplexität anlegen, verwalten und abrufen. Die anpassbaren Layouts lassen sich mit Charts und Diagrammen in einer von Microsoft Office gewohnten Umgebung ergänzen. Durch die Extrapolation von Zeitreihen sind auch Vorhersagen für geschäftliche Zusammenhänge möglich.

Die Datensicherheit des SQL-Servers

Neu sind die transparente Verschlüsselung kompletter Datenbanken und verbesserte Audits zur Einhaltung der behördlichen und allgemeinen Datenschutz-Bestimmungen. Der SQL Server 2008 ermöglicht auch eine verbesserte Spiegelung der Datenbank mit automatischer Seitenreparatur sowie das Hinzufügen von CPUs ohne Hardware-Downtime (Hot-Adds).

Informationen zum Artikel
Deutsch: SQL-Server
Englisch: SQL server
Veröffentlicht: 08.04.2012
Wörter: 497
Tags: #Datenbanken
Links: Abfrage, Administration, ASP (Arbeitsspeicher), Audit, BI (business intelligence)