Polypropylen

Polypropylen (PP) ist ein dauerelastischer Kunststoff mit hoher Eigendämpfung, der als Isoliermaterial in der Verkabelung, als Dielektrikum in Leistungskondensatoren und in Membranen von Lautsprechern eingesetzt wird.


  1. In der Verkabelung wird Polypropylen für Leerrohre und als Isoliermaterial für Kabel benutzt. Es führt die DIN/VDE-Bezeichnung 9Y. Polypropylen ist thermoplastisch und dauerhaft temperaturbeständig. Es kann bis zu Temperaturen von über 100 °C eingesetzt werden. Die Permittivität bzw. die Dielektrizitätskonstante liegt bei 50 Hz zwischen 2,3 und 2,5, die Spannungsfestigkeit ist mit 75 kV/mm relativ hoch.

  2. Polypropylen wird wegen seiner hohen Durchschlagsfestigkeit von über 600 V/µm als Dielektrikum in Folienkondensatoren und in Leistungskondensatoren eingesetzt. Der spezifische Durchgangswiderstand von Polypropylen beträgt 6x10exp18. Außerdem spricht der große Temperaturbereich -55 °C bis 85 °C für den Außeneinsatz in der Leistungselektronik, in Starkstromanlagen und in der HGÜ-Technik. Folienkondensatoren mit Metallfolie haben die Kennzeichnung " KP".

  3. In der Akustik findet man Polypropylen wegen der hohen inneren Dämpfung in Membranen von Mittel- und Tieftönern. Die Steifigkeit und Härte der Membran wird durch organische Zusätze den Anforderungen an die Tonwiedergabe angepasst. Der Vorteil von Polypropylenmenbranen liegt in den guten produktionstechnischen Eigenschaften mit einer hohen Reproduzierbarkeit, es erzeugt ein gutes Klangbild bei Mitteltönern und hat Dämpfungseigenschaften mit denen Partialschwingungen gedämpft werden. Das Pulsverhalten ist allerdings nicht so gut, wie das von Papiermembranen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Polypropylen
Englisch: polypropylene - PP
Veröffentlicht: 28.07.2018
Wörter: 227
Tags: #Kabelmaterialien
Links: Akustik, Dämpfung, Dielektrikum, DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.), Durchschlagsfestigkeit