MK (Magnetkarte)

Früher gab es Magnetstreifenkarten oder Magnetkarten, deren Magnetstreifen im Laufe der Jahre durch einen Chip ersetzt wurden. Klassische Magnetkarten sind Plastikkarten mit Magnetstreifen. Die Größe ist von der ISO standardisiert und entspricht dem ID1-Format mit Abmessungen von 85,6 mm x 53,6 mm und einer Dicke von 0,76 mm.

Auf der Rückseite der Magnetkarte befand sich ein Magnetstreifen, der sich über die gesamte Kartenbreite erstreckt und auf den drei magnetische Spuren aufgezeichnet waren. Die Lage des Magnetstreifens war festgelegt unter dem ISO-Standard ISO 7816. In dem Standard werden die Abmessungen, die elektromagnetische Strahlung, die mechanischen Beanspruchungen, die Position des Magnetstreifens und die elektrostatischen Belastungen festgelegt.

Lage des Magnetstreifens in einer Magnetkarte

Lage des Magnetstreifens in einer Magnetkarte

Der Magnetstreifen diente der Aufzeichnung und Speicherung von Anwenderdaten. Er war in drei Spuren aufgeteilt, die unterschiedliche Aufzeichnungsdichten hatten und auf dem die Daten, gemeinsam mit dem Taktsignal mittels Pulsweitenmodulation (PWM) oder mit der Modified Frequency Modulation (MFM), der Frequency to Double Frequency (F2F) moduliert wurden. Die Spuren 1 und 2 konnten nur gelesen werden, während Spur 3 auch beschrieben werden konnte. Die erste Spur wurde für alphanumerische Daten wie Name und Anschrift verwendet, die zweite Spur war für numerische Daten vorgesehen und wurde für Identifikationsdaten benutzt und die dritte Spur konnte mit numerischen Daten von den letzten Transaktionen beschrieben werden.

Die 
   drei Spuren der Magnetstreifenkarte

Die drei Spuren der Magnetstreifenkarte

Auf Spur 1 konnten 79 alphanumerische Zeichen gespeichert werden. Die Speicherung erfolgte mit 6 Datenbits und einem Paritätsbit in einer Spurdichte von 210 bpi ( Bits per Inch). Auf Spur 2 konnten 40 Ziffern gespeichert werden. Die Speicherung erfolgt mit 4 Bit und einem Paritätsbit bei einer Spurdichte von 75 bpi. Und Spur 3 bot Platz für 107 Ziffern, ebenfalls gespeichert mit 4 Bit und einem Paritätsbit. Die Spurdichte betrug 210 bpi.

Magnetkartenleser, Foto: nexustechnologies.it

Magnetkartenleser, Foto: nexustechnologies.it

Magnetkarten wurden für die Zugangskennung und Autorisierung von Personen eingesetzt, als Geldkarten im Bankwesen, als preiswerte Abrechnungskarten für Parkgebühren, Hotelschlüssel, Eintrittskarten und in diversen anderen Anwendungen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Magnetkarte - MK
Englisch: magnetic stripe card
Veröffentlicht: 02.09.2020
Wörter: 316
Tags: Speicherkarten
Links: Aufzeichnungsdichte, Autorisierung, Bit (binary digit), bpi (bits per inch), Chip