Spannungsfestigkeit

Der Kennwert Spannungsfestigkeit gibt bei Kabeln, bei passiven und aktiven Bauelementen die Spannung an, bei dem das entsprechende Bauteil noch betrieben werden kann.


Bei Kondensatoren ist die Spannungsfestigkeit der Spannungswert, der unterhalb der Durchschlagsfestigkeit liegt. Er ist abhängig vom Dielektrikum, wird für Gleich- und Wechselspannung spezifiziert und gilt bis zu einer bestimmten Temperatur; meistens unterhalb 40°C. Zum besseren Vergleich der Spannungsfestigkeitswerte beziehen sich diese auf die Dicke von ein Mikrometer (µm) des Dielektrikums. Bei den meisten Dielektrika liegt die Spannungsfestigkeit zwischen 450 V/µm für Polyphenylensulfid (PPS), 455 V/µm für Niobpentoxid und 750 V/µm für Aluminiumoxid (Al2O3). Wesentlich geringere Werte haben Keramikkondensatoren, die mit ihren ferroelektrischen Dielektrika unter 100 V/µm liegen.

Bei Kabeln ist die Spannungsfestigkeit abhängig vom Isoliermaterial. Bei den gängigen Isoliermaterialien Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (PE), Polyamid (PA) und Polypropylen (PP) liegen die Werte für die Spannungsfestigkeit zwischen 40 kV/mm (PE und PVC), 55 kV/mm (PA) und 75 kV/mm (PP).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Spannungsfestigkeit
Englisch: proof voltage
Veröffentlicht: 26.11.2012
Wörter: 160
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Al2O3 (aluminium oxide), Dielektrikum, Durchschlagsfestigkeit, Erbium, Isolierung