Verteilertechnik

Da die Telekommunikation und die Datenübertragungstechnik resp. die IP-Technik immer stärker zusammenwachsen, sollte mittelfristig auch eine gemeinsame Verteilungstechnik beider Netze Bestandteil jeder Kommunikationsinfrastruktur-Planung sein. Eine solche Entwicklung setzt allerdings voraus, dass für beide Netze einheitliche Netzstrukturen geschaffen werden und dass die Telekommunikationstechnik und die Datentechnik gemeinsame Kabelstrecken benutzen, die Kabelverbindungselemente übereinstimmen, die Übertragungswege für beide Techniken elektrisch homogen sind und der Verteilungsaufbau nach gleichen Verkabelungsstrukturen erfolgt.


Aus diesen Forderungen heraus lässt sich die informationstechnische Verkabelung der Verteilertechnik, bei Berücksichtigung von drei Anschlussdosen pro Arbeitsplatz (DIN 50173), in folgenden Grundarten ausführen:

Verteiler mit Festverbindung: Die Telefonkabel, die Datenkabel und die Anschlusskabel der Hubs werden auf eigene Trennleisten aufgelegt. Schaltdrähte verbinden die Leisten der Tk-Kabel und der Hubs mit den Trennleisten des Datennetzes.

Verteiler mit einem Patchfeld: Bei den Telefonkabeln besteht weiterhin eine Festverbindung. Die Hubs sind mit eigenen Trennleisten verbunden und Patchkabel verbinden die Trennleisten der Hubs mit den Trennleisten des Datennetzes.

Verteiler mit zwei Patchfeldern: Alle ankommenden und abgehenden Verbindungen werden mittels Patchkabeln hergestellt.

Verteiler mit einem Patchfeld und einseitig steckbaren Patchkabeln: Die Verbindungskabel der Hubs werden auf der Trennleiste fest aufgelegt und hubseitig gesteckt.

Verteiler mit Kupferkabel und Lichtwellenleiter: Anschlussseitig werden zwei TP-Kabel und ein Lichtwellenleiter zu den Anschlussdosen verlegt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Verteilertechnik
Englisch: distribution technology
Veröffentlicht: 07.02.2016
Wörter: 209
Tags: #Verkabelungsstrukturen
Links: 50173, ADO (Anschlussdose), Anschlusskabel, Datenkabel, FV (Festverbindung)