Projektion

Bei der Projektion geht es darum Bilder oder Videos mit einem Projektor auf eine Projektionswand zu projizieren. Erfolgt die Projektion von vorne auf die Projektionswand, von Betrachtungsseite aus gesehen, dann spricht man von Aufprojektion oder Frontprojektion; erfolgt die Projektion von hinten, dann handelt es sich um eine Rückprojektion.


Die verschiedenen Projektionstechniken

Bei der Frontprojektion werden die projizierten Videos von der Projektionsfläche reflektiert. Es kommt also darauf an, dass die Projektoren lichtstark sind und die Reflexionsfläche die projizierten Videos möglichst stark reflektiert. Die Stärke der Reflektion wird als Gain-Faktor angegeben und gibt das Verhältnis von projiziertem zu reflektiertem Licht an. Was den Lichtstrom betrifft, so gibt es Projektoren mit Lichtströmen zwischen 500 Lumen und 10.000 Lumen und einem Kontrast von 1.000:1.

Rückprojektion, Foto: hardscreen.de

Rückprojektion, Foto: hardscreen.de

Anders verhält es sich mit der Rückprojektion. Bei dieser Projektionstechnik wird das Video aus der dem Betrachter entgegengesetzten Richtung auf eine halbtransparente Projektionsfläche projiziert. Um Kontrasteinbußen durch Streulicht zu vermeiden kann die Rückprojektion von einem abgedunkelten Raum aus von hinten auf die Projektionsfläche erfolgen. Hierbei hängt die darstellbare Helligkeit stark von der Lichtabsorption und -durchlässigkeit der Projektionswand ab. Da die Rückprojektion seitenverkehrt ist, müssen die Projektoren eine entsprechende Darstellung unterstützen.

Eingesetzt werden die Projektionstechniken in Heimkinos, beim Digital Signage am Point of Information, in Kongresszentren, auf Messen, in der Großbildwerbung und auch in Kinos. Neben der zweidimensionale Projektion gibt es auch die 3D-Projektion für die stereoskopische Darstellung.

Eine interessante Variante der Projektiosntechnik ist das Virtual Retinal Display (VRD), bei der das Bild mit Pico- oder Miniprojektoren unmittelbar auf die Netzhaut des Betrachters projiziert wird. Die VRD-Technik wird u. a. in Head Mounted Displays (HMD) und in Datenbrillen eingesetzt. Eine weitere interessante Technik ist das Projection-Mapping oder Video-Mapping mit künstlerischer Ausprägung.

Projektionsfehler

Trapezverzerrungen bei Versatz der optischen Achse

Trapezverzerrungen bei Versatz der optischen Achse

Bei der Projektion kann es zu verschiedenen Darstellungsfehlern kommen. In aller Regel kommt es zum Bildversatz, Image Offset, und zu Trapezverzerrungen, dem Keystone-Effekt. Beide Verzeichnungen treten auf, wenn die Projektionsachse nicht bildmittig und die Projektionswand nicht rechtwinklig zur Projektionsebene ausgerichtet ist. Bei kurzen Abständen zwischen Projektor und Projektionswand kommt es zu ungleichmäßiger Bildausleuchtung und zu Unschärfen im äußeren Bildbereich.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Projektion
Englisch: projection
Veröffentlicht: 31.10.2018
Wörter: 372
Tags: #Projektoren
Links: 3D-Projektion, Bild, Bildversatz, Datenhelm, DS (digital signage)