Rückprojektion

Bei den Projektionstechniken unterscheidet man zwischen der Aufprojektion oder Frontprojektion und der Rückprojektion. Die erstgenannte Technik basiert auf der Lichtreflexion, die Rückprojektion hingegen auf einer Transmission. Bei der Fronttechnik erfolgt die Projektion von vorne auf die Projektionswand, also von der Seite des Betrachters aus, im andern Fall von hinten auf die lichtdurchlässige Projektionswand, des Bildwandtyps "R".


Das Prinzip der Rückprojektion ist relativ alt und wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts bereits für die Projektion von Bildern und Filmen eingesetzt. In den 50er Jahren gab es auch Fernseher, die das Bild von hinten auf die Projektionsfläche projizierten. Bei modernen in Heimkinos eingesetzten Projektionstechniken werden beide Verfahren benutzt, das der Reflexion und das der Transmission.

Prinzip der Rückprojektion 
   mit Umlenkspiegel

Prinzip der Rückprojektion mit Umlenkspiegel

Bei der Transmission wird das Bild des Projektors von hinten auf eine teiltransparente Rückprojektionsbildwand projiziert. Da die Projektionswand selbst Licht absorbiert und damit das transmittierende Licht beeinträchtigt, sind für die Rückprojektion lichtstarke Projektoren erforderlich, die Lichtstärken von 40.000 und mehr Lumen erzeugen. Die Lichtausbeute der Rückprojektion ist um einiges höher als die der Aufprojektion. Rückprojektionstechniken arbeiten häufig mit Umlenkspiegeln die dafür sorgen, dass das projizierte Bild über den Umlenkspiegel auf die Projektionsfläche projiziert wird. Die Umlenkspiegel haben den Vorteil, dass der Rückraum-Projektor dicht an der Projektionswand stehen kann. Da das Bild von hinten auf projiziert wird, ist es seitenverkehrt. Die meisten Projektoren können das aber korrigieren.

Rückprojektion, Foto: hardscreen.de

Rückprojektion, Foto: hardscreen.de

Die Projektionsflächen können aus teiltransparentem Kunststoff bestehen, aus Glas, Folie oder einem Projektionstuch. Die Lichtausbeute der Projektionsfläche wird als Gain-Faktor angegeben. Es handelt sich dabei um das Lichtverhältnis von dem projizierten Licht zu dem Lichtanteil, der auf der Betrachterseite der Projektionswand sichtbar ist. Die Gain-Werte für Rückraum-Projektionswände sind um Faktor 3 bis 4 höher als die für die Frontprojektion, was auf den geringen Einfluss von Fremdlicht zurückzuführen ist. Handelt es sich bei der Projektionswand um eine Scheibe, dann ist diese normalerweise aus etwa 3 mm bis 6 mm dickem Kunststoff und in einem Rahmengestell befestigt. Bei Folien ist es so, dass sich diese zum Aufbringen auf Scheiben oder Schaufensterscheiben eignen und in der Größe flexibel angepasst werden können. Als weitere Alternative gibt es das Projektionstuch, das häufig aus Vinylfolie oder Glasfiber besteht und mit einem Spannrahmen gespannt wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Rückprojektion
Englisch: rear projection
Veröffentlicht: 24.02.2011
Wörter: 397
Tags: #Home-Entertainment
Links: Bild, Gain-Faktor, Heimkino, Licht, Lichtausbeute