Projektionswand

Eine Projektionswand ist eine weiße oder in Weißtönen gehaltene Fläche, die im Falle der Aufprojektion Licht reflektiert oder bei der Rückprojektion Licht teiltransparent durchlässt. Es kann sich um eine feste, gerade oder parabol gewölbte Fläche handeln auf der projizierte Bilder möglichst unverfälscht, verzerrungsfrei und lichtstark reflektiert werden.


Eine Projektions- oder Bildwand kann aus Folie oder Stoff bestehen, aus beschichtetem Spezialmaterial oder glasfaserverstärktem Gewebe. Sie sollte eine glatte, stark reflektierende Oberfläche haben, die nicht wellig ist. Eingesetzt werden solche Projektionsflächen oder -wände auf Messen, in Seminaren und Kongressen, aber auch im Privatbereich im Heimkino.

Projektionswand, Foto:Leinwand-shop.info

Projektionswand, Foto:Leinwand-shop.info

Die Beschaffenheit und die Oberflächenstruktur der Projektionswand sind entscheidend für die Lichtreflexion mit der ein von einem Projektor auf die Projektionswand projiziertes Bild reflektiert wird. Die Güte einer Projektionsfläche wird als Gain-Faktor angegeben. Es ist der Faktor, der das Verhältnis von projiziertem zu reflektiertem Licht angibt. Der Gain-Faktor oder Leuchtdichtefaktor bezieht sich auf eine ebene Projektionsfläche in Norm-Weiß. Bei parabolen Bildwänden ändert sich der Gain-Faktor über die Projektionsfläche, weil das reflektierte Licht im Hot-Spot heller ist.

Um eine ebene Projektionsfläche zu erhalten kann diese durch Gewichte oder Spannrahmen gespannt werden. Das Projektionstuch besteht häufig aus Vinylfolie und Glasfiber und hat bei winkelfreier Betrachtung eine Totalreflexion. Bei der Ausführung gibt es viele Facetten in Bezug auf die Projektion bei hellen oder abgedunkelten Räumen ebenso wie auf den möglichen Blickwinkel. Ebenso auf die mechanischen Ausführungen und die Art und Weise der Steuerung. Eine Motorleinwand für das Heimkino kann mit einem Ethernet-Anschluss ausgestattet sein und mittels Fernbedienung im Decken- oder Bodenbereich versenkt werden.

Bildwandtypen und deren 
   Eigenschaften

Bildwandtypen und deren Eigenschaften

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) hat in DIN 19045-4 mit dem Titel "Projektion von Steh- und Laufbild" die verschiedenen Projektionswände in reflektierende, transmittierende und diffuse Bildwandtypen klassifiziert und in verschiedene Bildwandtypen eingeteilt. Danach gibt es die Diffusbildwand, die Kristall- oder Perlleinwand, die Metall- oder Silberleinwand und die Bildwand für die Rückprojektion. Mit den verschiedenen Bildwandtypen kann man die Projektionstechnik an die räumlichen Gegebenheiten, an die Raumgröße und die Sitzanordnung der Betrachter anpassen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Projektionswand
Englisch: projection screen
Veröffentlicht: 19.04.2014
Wörter: 371
Tags: #Home-Entertainment
Links: Bild, Diffusbildwand, DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.), Gain-Faktor, Gütefaktor