Kopplungswiderstand

Im Zusammenhang mit der Forderung nach vollständig geschirmten Verkabelungssystemen stellt sich zwangsläufig die Frage nach geeigneten Bewertungskriterien von Schirmungen. Kennwerte für Schirmungen sind die Bedeckung und das Schirmungsmaß.


Da Schirmungen sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können, wurde in den zuständigen Normungsgremien der HF-Kopplungswiderstand, die Transferimpedanz oder die Schirmdämpfung für Kabel festgelegt. Der Kopplungswiderstand ist ein Maß für die Güte der Schirmung und wird definiert als das Verhältnis der Spannung längs des Schirms des gestörten Systems zu dem Strom des störenden Systems. Die Grenzwerte sind in den Normentwürfen noch nicht festgeschrieben, sollten aber 50 Milli-Ohm pro Meter (mOhm/m) bei 1 MHz und 100 Milli-Ohm/m bei 10 MHz nicht überschreiten.

HF-Kopplungswiderstand bei kombinierter Folien- und Geflechtschirmung

HF-Kopplungswiderstand bei kombinierter Folien- und Geflechtschirmung

Die Größe und der Frequenzgang des Kopplungswiderstandes hängen vorwiegend vom Aufbau der Schirmung ab. Bei Gleichstrom und tiefen Frequenzen ist die Transferimpedanz identisch mit dem Gleichstromwiderstand der Schirmung. Bei steigenden Frequenzen verhält sie sich, abhängig von deren Beschaffenheit, völlig unterschiedlich. Die Schirmdämpfung kann für geschirmte symmetrische Kabel nur messtechnisch vernünftig ermittelt werden. Es gibt mehrere unterschiedliche Meßmethoden, die sich in dem zu messenden Frequenzbereich unterscheiden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kopplungswiderstand
Englisch: coupling resistance
Veröffentlicht: 23.04.2010
Wörter: 199
Tags: #Kabelparameter
Links: Bedeckung, Frequenz, Frequenzbereich, Frequenzgang, Gleichstrom