TIPC (transparent inter process communication)

Das Transparent Inter Process Communication (TIPC) ist ein von Ericsson entwickeltes Kommunikationsportprotokoll, das sich speziell für die Kommunikation in Clustern und Netzwerkelementen, die mit verschiedenen Betriebssystemen arbeiten, eignet. Es unterstützt gleichermaßen die Kommunikation von Netzkomponenten, die herkömmliche und Echtzeit-Betriebssysteme kombinieren. Der Cluster stellt sich in der Kommunikation wie ein einzelner Computer dar.

Für TIPC stellt sich das Netzwerk in fünf Schichten dar. Der oberste TIPC-Level ist der Knoten, der aus allen Computern gebildet wird und über TIPC miteinander kommuniziert. Auf diese Ebene kann jeder Knoten mit jedem anderen unter Benutzung der TIPC-Netzwerkadresse kommunizieren.

Der nächste Level in der TIPC-Hierarchie heißt Instanz-Zone und repräsentiert die höchste Transparenz innerhalb des TIPC-Netzwerks. Der folgende, dritte Level wird Cluster genannt und verbindet mehrere Knoten untereinander, Jeden mit Jedem, über ein oder zwei TIPC-Verbindungen. Der nächst tiefere Level ist der individuelle System-Knoten von dem ein TIPC-Netzwerk bis zu 2.047 in einem Cluster haben kann. Und der niedrigste Level ist der Slave-Node. Die Slave-Nodes haben die gleiche Funktionalität in Bezug auf Transparenz und Verfügbarkeit, haben aber nicht die gleichen physikalischen Verbindungen wie die anderen Cluster.

In Vergleich zum TCP/IP-Protokoll zeichnet sich das TIPC-Protokoll durch eine deutlich höhere Geschwindigkeit, eine verlustfreie Datenübertragung und eine Standorttransparenz aus. Aufgrund der dezentralen Verarbeitung können Applikationen auf einem beliebigen Prozessor transparent auf die Systemdienste und Hardware-Ressourcen eines anderen Prozessors zugreifen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: TIPC-Protokoll
Englisch: transparent inter process communication - TIPC
Veröffentlicht: 07.05.2013
Wörter: 238
Tags: Comp.- Ausführungen
Links: Cluster, Computer, DÜ (Datenübertragung), Knoten, Kommunikation