Ruby

Bei Ruby handelt es sich um eine Programmiersprache, deren Entwicklung der Japaner Yukihiro Matsumoto 1993 im Rahmen eines OpenSource-Projektes begann. Ruby ist eine rein objektorientierte Scriptsprache, die sich für vielfältige Anwendungen eignet. Die Ursprünge von Ruby liegen vor allem in den Sprachen Perl und Smalltalk, aber auch Python, Eiffel, Scheme, CLU und Lisp beeinflussten die Syntax.


Bereits im Sommer des Jahres 1993 konnte die erste "Hello World"-Ausgabe auf dem Monitor durch ein Programm erzeugt werden. Nur eineinhalb Jahre später, im Dezember 1994, wurde die Alpha-Version des ersten Release fertig gestellt. Die erste öffentliche Version erschien 1995. Ein Jahr später gründeten sich Ruby-Foren, die sogenannten Ruby-Communities, die sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Patches und Bug-Fixes befassten. Bis zu diesem Zeitpunkt hat Matsumoto die Entwicklung weitestgehend alleine vorangetrieben.

Ruby etablierte sich zu Beginn vorwiegend in Japan. Erst 1997 erschien die erste englischsprachige Dokumentation. Die Schaffung der Ruby-Talk-Mailing-List, die Matsumoto Ende 1998 ins Leben rief, förderte die Verbreitung der Sprache auch außerhalb des japanischen Sprachraums.

Aufbau eines Ruby-Programms

Zur Erstellung eines Ruby-Programms werden ein Interpreter und die zugehörigen Bibliotheken benötigt, die von verschiedenen Anbietern kostenlos aus dem Internet herunter geladen werden können. Dabei existieren entsprechende Interpreter für verschiedene Betriebssysteme, wie z.B. Linux, Unix, Windows oder Mac OS X. Die jeweils aktuellste Version ist unter dem unten genannten Link verfügbar.

Ruby ist eine rein objektorientierte Sprache. Alles in Ruby ist ein Objekt, welches die Eigenschaften und das Verhalten eines konkreten Gegenstands widerspiegelt. Die Abstraktion der Objekteigenschaften wird in Klassen zusammengefasst. Das Prinzip der Objektorientierung ist in aller Konsequenz angewendet, so dass selbst Klassen wiederum Objekte der Klasse "Class" sind. Jede Klasse leitet sich direkt oder indirekt aus der Objektklasse "Object" ab. In Ruby ist nur die Vererbung aus einer Oberklasse zulässig, jedoch kann durch Einbinden von Modulen eine höhere Funktionalität und Abstraktion erreicht werden.

Bei Ruby handelt es sich um eine einfache und transparente Sprache, die durch wenige Regeln intuitiv benutzt werden kann und leicht erlernbar ist.

Ruby als typenlose Sprache

Ruby ist eine typenlose Sprache, die keine ausdrückliche Typkonvertierung erfordert, wodurch unter anderem die Plattformunabhängigkeit gewährleistet wird. In Ruby wird durch Mehrfachzuweisungen ein sehr anpassungsfähiger Umgang mit verschiedenen Werten umgesetzt.

Die Sprache unterstützt Felder und Hashtabellen, welche nicht nur eine variable Größe aufweisen, sondern unterschiedliche Typen aufnehmen können. Durch Iteratoren können die Elemente von Aufzählungstypen leicht angesprochen werden. Außerdem wird die Möglichkeit geboten, mit regulären Ausdrücken Mustervergleiche in Texten durchzuführen. Darüber hinaus steht ein Garbage Collector zur Verfügung und auch das Überladen von Operatoren ist möglich.

Ruby ist sehr vielseitig einsetzbar und verhält sich problemadäquat. Eine integrierte Ausnahme- und Fehlerbehandlung hilft bei der Handhabung von Laufzeitfehlern. Es werden sowohl Threads, Netzwerkzugriffe als auch Client-Server-Architekturen unterstützt. Ruby kann als Scriptsprache, ähnlich wie Perl, eingesetzt werden. Es lassen sich aber auch grafische Benutzeroberflächen und Web-Anwendungen realisieren.

http://www.ruby-lang.org

http://www.rubytalk.com

http://www.ruby-lang.org/en/download.html

Informationen zum Artikel
Deutsch: Ruby
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Veröffentlicht: 15.11.2013
Wörter: 510
Tags: #Sonstige Programmiersprachen
Links: Abstraktion, Alpha-Version, Benutzeroberfläche, BS (Betriebssystem), Bibliothek