DDC (display data channel)

Der Display Data Channel (DDC) wurde von der Video Electronics Standards Association (VESA) für die Steuerung von Monitoren spezifiziert. Über die DDC-Leitungen tauschen der Monitor, das Betriebssystem und die Grafikkarte technische Daten aus und ermöglichen dadurch das Plug-and-Play. Die DDC-Leitungen bilden in sich einen I2C-Bus über den die interne Kommunikation der Peripheriegeräte mit der Zentraleinheit erfolgt.


Um das Plug-and-Play zu erfüllen, überprüft die Grafikkarte die vom Monitor übermittelten Parameter und stellt einen entsprechenden Grafikmodus oder eine bestimmte Bildwiederholfrequenz ein, vorausgesetzt, die entsprechende Funktion wird vom Betriebssystem, wie Windows 98 und Windows 2000 oder den Treibern der Grafikkarten unterstützt. Die Signalübertragung erfolgt seriell über das Monitorkabel.

Es gibt mehrere DDC-Versionen: Bei der einfachen Version DDC1 werden ständig die Kenndaten des Monitors als Extended Display Identification Data (EDID) unidirektional zur Grafikkarte übermittelt. Die 128 Byte langen Datensätze enthalten Informationen welche Standardauflösungen und welche DPMS-Modi unterstützt werden. Zu den weiteren Kenndaten gehören die Bildschirmgröße und die Herstellerangabe.

Die Version DDC2 kennt zwei Versionen. In der Version DDC2B wird eine bidirektionale Kommunikation zwischen Monitor und Grafikkarte unterstützt, wobei die Grafikkarte die Kenndaten des Monitors anfordern kann, die über den VESA Display Information File (VDIF) geliefert werden. Der Monitor kann also auf gezielte Anfragen der Grafikkarte antworten. Dieser Modus wird am häufigsten eingesetzt.

In der Version DDC2AB werden weitere Daten zur Steuerung des Monitors bidirektional übertragen. Darüber hinaus kann der Monitor von der Grafikkarte aus mit einer speziellen Software in der Helligkeit, im Kontrast usw. gesteuert werden.

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Deutsch:
Englisch: display data channel - DDC
Veröffentlicht: 09.09.2007
Wörter: 263
Tags: #Busse #Multimedia-Gremien
Links: BS (Betriebssystem), Bidirektional, Bildschirm, Bildwiederholfrequenz, Byte