Turbo-Code

Wie die Bezeichnung Turbo-Code bereits assoziiert, handelt es sich um beschleunigte Codes mit Fehlerkorrektur.

Bei dieser Kanalcodierung wird die Übertragungsrate dadurch gesteigert, dass man eine fehlerbehaftete Übertragung nicht wiederholt. Mit der angewendeten Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) kann der Empfänger die Daten auf Übertragungsfehler hin überprüfen und diese korrigieren.

Turbo-Codes werden vorwiegend auf störanfälligen Übertragungsstrecken eingesetzt und dort, wo eine maximale Datentransferrate bei einer begrenzten Bandbreite erzielt werden soll. Eingesetzt werden Turbo-Codes in der Funktechnik, der Satellitenkommunikation, beispielsweise in DVB-SH, und der Raumfahrt. Die Empfänger können über die Vorwärtsfehlerkorrektur diverse Fehler korrigieren.

In Verbindung mit der LDPC-Codierung erreichen Turbo-Codes annähernd die theoretischen Grenzwerte für die übertragene Datenrate auf einem gestörten Übertragungskanal, die durch das Shannon-Theorem vorgegeben sind. Turbo-Codes haben den Vorteil, dass die Datenrate erhöht werden kann, ohne dass eine höhere Übertragungsleistung erforderlich ist.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Turbo-Code
Englisch: turbo code
Veröffentlicht: 03.07.2011
Wörter: 147
Tags: #Grundlagen der Datenkommunikation
Links: Bandbreite, Code, Daten, Datenrate, Datentransferrate