Kanalcodierung

Die Kanalcodierung hat die Aufgabe, die zu übertragenden Digitalwerte an die Eigenschaften des Kanals oder Speichermediums anzupassen und gegen Störeinflüsse und Bitfehler zu schützen. Zu diesem Zweck werden bei der Kanalcodierung redundante Informationen für eine Fehlerkorrektur hinzugefügt.


Die übertragungstechnischen Eigenschaften wie die Gleichstromfreiheit des Übertragungspegels werden durch entsprechende Leitungscodierungen wie der 5B/6B-Codierung, der 4B/3T-Codierung oder dem Coded Mark Inversion (CMI) erreicht.

Prinzip der Kanalcodierung

Prinzip der Kanalcodierung

Digitale Übertragungsfehler machen sich in der Verfälschung der logischen Zustände bemerkbar. Eine logische "1" wird zu einer logischen "0" und umgekehrt. Der Empfänger sollte nach Möglichkeit diese Fehler erkennen und beheben. Man unterscheidet dabei zwischen der Fehlererkennung (EDC) und der Fehlerkorrektur (ECC). Für die Fehlererkennung überträgt man zusätzliche redundante Bits im Datenstrom, weswegen die Kanalcodierung auch als Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) bezeichnet wird. Neben der Forward Error Correction gibt es noch Automatic Repeat Request (ARQ) bei der der Empfänger bei Auftreten eines Fehlers, eine Wiederholungsanforderung an den Sender sendet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kanalcodierung
Englisch: channel encoding
Veröffentlicht: 13.12.2012
Wörter: 166
Tags: #Codierung
Links: 4B/3T-Codierung, 5B/6B-Codierung, ARQ (automatic repeat request), Bit (binary digit), Bitfehler