STT (stateless transport tunneling)

Stateless Transport Tunneling (STT) ist ein Tunneling-Verfahren für virtuelle Netze und virtuelle Rechenzentren, funktionell vergleichbar Virtual Extensible LAN (VXLAN) und Network Virtualization Using GRE (NVGRE). Das STT-Verfahren arbeitet mit Verkapselung und wird in VMware eingesetzt, in der Regel für die Kommunikation zwischen Server und virtuellen Switches, den vSwitches.


Im Gegensatz zu den anderen Tunneling-Techniken wurde das STT-Tunneling für die Übertragung großer Datenpakete entwickelt, bis hin zu 64 KB. Generell können physikalische Netzwerke nur eine begrenzte Paketgröße bewältigen. Nach dem Ethernet-Standard beträgt die maximale Paketgröße, die Maximum Transmission Unit (MTU), lediglich 1.500 Bytes. Allerdings gibt es Ethernet-Komponenten, die wesentlich größere Datenpakete verarbeiten können. Damit große Datenpakete übertragen werden können, werden sie wie beim TCP-Protokoll fragmentiert. Das Fragmentieren kann in den Network Interface Controller (NIC) verlegt und hardwaremäßig realisiert werden, wodurch eine höhere Geschwindigkeit erzielt wird, als bei einer softwaremäßigen Lösung.

Dank dieser Technik - hardwaremäßige Fragmentierung auf der Netzwerkkarte und Verkapseln im TCP/IP-Protokoll - können mit Stateless Transport Tunneling Datenpakete von 64 KB von einer virtuellen Maschine (VM) eines Servers über einen Tunnel zur Endstation übertragen werden. Die fragmentierten Datenpakete werden empfangsseitig wieder zusammengefügt.

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Deutsch:
Englisch: stateless transport tunneling - STT
Veröffentlicht: 11.11.2016
Wörter: 202
Tags: #Netzwerkkonzepte
Links: Byte, Datenpaket, Fragmentierung, Kilobyte, Kommunikation