Virtuelle Maschine

Die Bezeichnung Virtuelle Maschine (VM) ist zweifach definiert: Die häufigste Verwendung findet sich im Kontext der Servervirtualisierung und bezeichnet hier das in einer abgeschotteten virtuellen Umgebung laufende virtualisierte System (oft auch als Gast bezeichnet - im Gegensatz zum Wirt oder Host). Meist handelt es sich dabei um ein vollständiges Betriebssystem, welches sich exakt so verhält, als sei es - wie ursprünglich vorgesehen - direkt auf der Hardware installiert.


Die virtuelle Maschine läuft unter der Kontrolle des Virtual Machine Monitor (VMM) oder Hypervisors, wobei die virtuelle Maschine je nach Systemarchitektur direkten, teilweisen oder gar keinen Zugriff auf die Hardware hat. Im letzteren Fall der vollständigen Virtualisierung, operiert die Virtual Machine vollständig auf virtualisierter oder emulierter Hardware.

Daneben bezeichnet man virtuelle Laufzeitumgebungen für Programme, die speziell für diese Laufzeitumgebungen geschrieben wurden, ebenfalls als virtuelle Maschine. Bekanntestes Beispiel ist die Java Virtual Machine (JVM), welche für alle gängigen Hardwareplattformen sowie Betriebssysteme eine identische Programm-Ausführungsumgebung bereitstellt, so dass der darauf ablaufende Programmcode nur einmal geschrieben werden muss.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Virtuelle Maschine
Englisch: virtual machine - VM
Veröffentlicht: 23.08.2007
Wörter: 175
Tags: #Betriebssysteme
Links: BS (Betriebssystem), Hardware, Host, Hypervisor, Java