SMON (switched monitoring)

Das Switched Monitoring (SMON) ist neben dem Remote Monitoring (RMON) ein Verfahren zur Kontrolle des Datenverkehrs von Switches und Routern. SMON arbeitet mit einem eigenen implementierten Bussystem unabhängig vom Nutzdatenbus der Backplane und erfasst Messwerte und Kontrolldaten der Internetworking-Komponenten. Dank des unabhängigen SMON-Busses wird die für die Nutzdaten zur Verfügung stehende Bandbreite der Backplane nicht belastet.


SMON stellt eine Erweiterung des RMON-Protokolls dar und bietet u.a. Statistikfunktionen für virtuelle lokale Netze (VLAN).

Die erste Version von SMON, die als IETF-Standard im RFC 2613 beschrieben ist, arbeitet auf Layer 2, was zu der Einschränkung führt, dass Multicast- und Broadcaststürme, auch solche, die für Suchdienste eingesetzt werden, nicht erkannt werden können. Da die zweite Version von SMON noch nicht standardisiert ist, sollte die Einschränkungen behoben und u.a. die Performance auf den höheren Schichten überwacht. SMON-2 kann Quality-Parameter ermitteln, so Paketverzögerungen, Jitter und Paketverluste, und die Quality of Service (QoS) bestimmen. Die erfassten SMON-Werte können über das SNMP-Protokoll dem Netzwerkmanagement zur Verfügung gestellt und ausgewertet werden.

SMON unterscheidet zwischen der Device-SMON, der Port-SMON und der VLAN-SMON. Die Device-SMON enthält Angaben über die Auslastung, die fehlerhaften Pakete und die 802.1p-Priorität, die Port-SMON über die eingehenden und ausgehenden Pakete, die Bandbreite sowie die Port-Auslastung und die VLAN-SMON enthält die Informationen über die genutzte Bandbreite und die Pakete im VLAN.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: switched monitoring - SMON
Veröffentlicht: 08.01.2004
Wörter: 237
Tags: #Lokale Netze
Links: Backplane, Bandbreite, Broadcaststurm, Erweiterung, Höhere Schichten