Netzspannung

Die Netzspannung ist die Versorgungsspannung für Geräte und Systeme, die an der Steckdose anliegt. Es handelt sich um eine sinusförmige Wechselspannung. In Deutschland und in vielen anderen Ländern beträgt der Effektivwert der Netzspannung 230 V und hat eine Frequenz von 50 Hz. In den USA oder Kanada hat sie 120 V und 60 Hz, in Australien 230 V bis 240 V und 50 Hz.


Die angegebenen Werte für die Niederspannungsnetze beziehen sich immer auf das Potential zwischen einem phaseführenden Leiter (L) und dem Nullleiter (N) oder Neutralleiter, der mit dem Sternpunkt der Versorgungsspannung verbunden ist. Neben den zwei stromführenden Leitern gibt es noch den Schutzleiter (PE), der mit Erdpotential verbunden ist. Niederspannungsnetze haben drei phaseführende Leiter, die als Außenleiter bezeichnet werden. Die Phasenlagen der Außenleiter sind um 120° gegeneinander versetzt.

Leiter im Niederspannungsnetz: Nullleiter (blau), Schutzleiter (grün-gelb) und Stromleiter (schwarz)

Leiter im Niederspannungsnetz: Nullleiter (blau), Schutzleiter (grün-gelb) und Stromleiter (schwarz)

Die Netzspannung ist von der internationalen elektrotechnischen Kommission (IEC) unter IEC 60038 standardisiert und wurde in Deutschland in den achtziger Jahren von 220 V auf 230 V erhöht. Die Toleranz in der Spannungsabweichung liegt bei +/-10 %.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Netzspannung
Englisch: line voltage
Veröffentlicht: 08.12.2009
Wörter: 177
Tags: #Niederspannungsnetz
Links: Effektivwert, Frequenz, Hertz, IEC (international electrotechnical commission), Leiter