Referenzfarbraum

Referenzfarbräume sind Geräte- und Medien-unabhängige Farbräume, die sich am menschlichen Farbempfinden ausrichten. Über sie kann die Farberfassung und die Farbwiedergabe von peripheren Geräten einander angepasst werden.


Generell ist es so, dass Peripheriegeräte mit unterschiedlichen Farbmodellen arbeiten, je nachdem ob sie Farbbilder erfassen oder auf einem Display wiedergeben. Eingabegeräte wie Filmscanner, Diascanner, Fotoscanner oder Digitalkamera erfassen und scannen Aufsichts-und Durchsichtsvorlagen; mit Wiedergabegeräten wie Displays, Projektoren, Belichtern oder Druckern werden Grafiken und Bilder dargestellt oder ausgedruckt. Die Gerätegruppen arbeiten mit unterschiedlichen Farbmodellen, basierend auf additiver oder subtraktiver Farbmischung und stellen Farben dar, die voneinander abweichen. Mal stärker, mal weniger stark.

Um die unterschiedlichen Farbdarstellungen an die menschliche Wahrnehmung anzupassen, gibt es Referenzfarbräume. Der Farbraum CIELab ist ein Beispiel für einem solchen geräteunabhängigen Referenzfarbraum, ebenso der Profile Connection Space (PCS), der im ICM-System, Image Color Matching (ICM), unter Windows arbeitet, und die ICC-Farbprofile vom International Color Consortium (ICC). Realisiert werden die Farbanpassungen von Color Management Moduls (CMM).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Referenzfarbraum
Englisch: reference color space
Veröffentlicht: 12.05.2020
Wörter: 168
Tags: #Farbe
Links: Belichter, Bild, Bildschirm, CIE-Farbraum, CMM (color management modul)