Nennimpedanz

Die Bezeichnung Nennimpedanz wird vorwiegend in der Akustik für die Eigenimpedanz von Mikrofonen, Lautsprechern, Lautsprecherboxen und Kopfhörern benutzt. Die Nennimpedanz ist eine über den Frequenzbereich gemittelte Impedanz, die die entsprechende Komponente anderen elektronischen Schaltungen gegenüber repräsentiert.


Um die bestmögliche Energieübertragung von Mikrofonen zu Mikrofon-Vorverstärkern oder von Leistungsverstärkern zu Lautsprechern zu erreichen, muss die Impedanz der Sensoren an die Eingangsimpedanz des Vorverstärkers und die Impedanz der Aktoren an die Ausgangsimpedanz der Leistungsverstärker angepasst werden. Zur Vereinheitlichung der Anpassungswerte hat man Nennimpedanzen festgelegt, die eine geringfügige Abweichung von den Werten zulassen. Das gilt nicht nur für Verstärker, sondern auch für Wandler, die intern mit ganz anderen Impedanzen arbeiten, als die an sie angeschlossenen Bändchenmikrofone, Elektretmikrofone oder Elektrostate.

Um Leistungsverstärker gegen Überlastung zu schützen, haben DIN und IEC bereits in den 80er Jahren den Begriff Nennimpedanz für die Lautsprecherimpedanz definiert. Danach ist die Nennimpedanz die Lautsprecherimpedanz, die bei keiner Frequenz um mehr als 20 % unterschritten werden darf. Die Nennimpedanz in Ohm bezieht sich auf eine Frequenz von 1 kHz. Lautsprecher oder Lautsprecherboxen sind typischerweise niederohmig und haben Nennimpedanzen von 4 Ohm und 8 Ohm, selten höher, bei Kopfhörern liegen die Nennimpedanzen zwischen 50 Ohm und 600 Ohm. Mikrofone haben meistens 200 Ohm Nennimpedanz, es gibt aber auch niederohmige Mikrofone bei denen dieser Wert wesentlich unterschritten wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Nennimpedanz
Englisch: rating impedance
Veröffentlicht: 11.03.2020
Wörter: 227
Tags: #Akustik-Grundlagen
Links: 50-Ohm-Impedanz, Aktor, Akustik, Ausgangsimpedanz, Bändchenmikrofon