Liquid Radio

Bei den modernen Mobilfunkkonzepte gibt es einige interessante Entwicklungen mit denen die Effizienz der Datenübertragung in dem zur Verfügung stehenden begrenzten Frequenzspektrum erhöht, freie Frequenzen besser ausgenutzt und der Energieaufwand reduziert wird. LightRadio von Alcatel-Lucent setzt auf Green-IT und damit auf Energieeffizienz, Cognitive Radio arbeitet mit Frequenzeffizienz indem es nicht benutzte Frequenzen nutzt und Liquid Radio von Nokia Siemens Networks stellt Netzkapazitäten dort bereit, wo sie benötigt werden.


Bedingt durch das weiter rasant ansteigende Datenaufkommen in Mobilfunknetzen sind die Netzbetreiber gezwungen erweiterte Breitbanddienste mit höchst möglicher Qualität zur Verfügung zu stellen. Für diesen steigenden Kapazitätsbedarf hat Nokia Siemens Networks eine Mobilfunk-Netzarchitektur mit der Bezeichnung Liquid Radio entwickelt, wobei sich das Liquid auf die fließende Anpassung der Netzkapazität an den örtlichen und zeitlichen Bedarf bezieht. Das Konzept kommt ohne konventionelle Basisstation aus und dezentralisiert die Funktechnik in den Antennen und die Anbindung der Basisstationen wird in das Netzkonzept integriert.

Das Liquid-Radio-Konzept setzt auf sogenannte Basisband-Pools mit digitaler Signalverarbeitung. In diesen Basisband-Pools werden die verschiedenen Mobilfunktechniken wie GSM, 3G WiMAX oder Long Term Evolution (LTE), die verschiedene Frequenzbereiche nutzen, und die unterschiedlichen Funkzellen wie der Mikro-, Pico- oder Femtozelle zu einem logischen, heterogenen Mobilfunknetz zusammengefasst und gemeinsam verwaltet. Und die Antennentechnik wird von aktiven und Smart-Antennen dominiert, die mittels Beamforming den Funkstrahl dahin richten können, wo er gebraucht wird.

Im Liquid-Radio-Konzept wird der konventionelle Remote Radio Head (RRH) zu einem flexiblen Multiradio-Antennensystem mit mehreren Funksektoren umfunktioniert.

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Deutsch: Liquid Radio
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Veröffentlicht: 26.09.2011
Wörter: 247
Tags: #High-Speed-Mobilfunk
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