IGRP (interior gateway routing protocol)

Beim Interior Gateway Routing Protocol (IGRP) handelt es sich um ein modifiziertes Distance-Vector-Protokoll, dem Interior Gateway Protocol (IGP). Das IGRP-Protokoll arbeitet mit Distance-Vector-Algorithmus, es wurde von Cisco entwickelt und zeichnet sich gegenüber dem Routing Information Protocol (RIP) durch eine Metrik aus, mit der die optimale Route berechnet wird.


Diese Metrik berücksichtigt die Übertragungszeit mit den Verzögerungszeiten in den Routern und auf der Verbindung, die Bandbreite der Übertragungsstrecke unter Berücksichtigung der niedrigsten Bandbreite von Teilstrecken, die Leitungsauslastung und die Zuverlässigkeit, die über die Fehlerrate einer Verbindung bestimmt wird.

Das IGRP-Protokoll berechnet aus diesen Parametern die optimale Route, in der auch die Qualität des Pfades berücksichtigt ist. IGRP verschickt regelmäßig in kurzen Zeitabständen Routing-Tabellen und deren Updates an alle benachbarten Router. Diese aktualisieren darauf hin ihre eigenen Routing-Tabellen.

Das IGRP-Protokoll zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus, es hat einen niedrigen Overhead, berücksichtigt Lastverteilungen sowie die Qualität und die Leitungsauslastung der Pfade. Dabei kann IGRP die verschiedenen Dienste und deren Dienstmerkmale mit eigenen Parameter in den Routing-Tabellen aufnehmen. Um die Stabilität des Pfades zu gewährleisten, verfügt IGRP über einige Funktionen, mit denen falsche Routen vermieden und gelöschte Routen für eine bestimmte Zeit blockiert werden. Darüber hinaus können im Fehlerfall oder bei Routenwechsel die Updates der Routingtabellen unmittelbar versendet werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: IGRP-Protokoll
Englisch: interior gateway routing protocol - IGRP
Veröffentlicht: 06.05.2013
Wörter: 227
Tags: #Routing-Prozeduren #Gateway-Protokolle
Links: Bandbreite, Dienst, DM (Dienstmerkmal), DVA (distance vector algorithm), Fehlerrate