Heimspeicher

Heimspeicher oder Hausbatterien sind wiederaufladbare Batteriespeicher, die in Smart Grids als Energiespeicher in Häusern oder Wohnanlagen eingesetzt werden. Je nach Energiekonzept können Hausbatterien den von der eigenen Photovoltaikanlage erzeugten Strom speichern und bei Strombedarf an das Niederspannungsnetz des Gebäudes oder an das Smart Grid abgeben.


Heimspeicher bestehen aus einzelnen Batteriezellen die zu Batteriemodulen zusammengesetzt werden. Mehrere Batteriemodule bilden eine Hausbatterie, deren Batteriezellen in der Spannung, im Strom und in der Temperatur von einem Batteriemanagementsystem (BMS) gesteuert werden. Es handelt sich in der Regel um leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus, deren Nennkapazität sich nach dem Bedarf richtet und bei Einfamilienhäusern etwa 10 kWh beträgt.

Hausbatterie, Foto: Schüco

Hausbatterie, Foto: Schüco

Als Alternaive bietet sich der Natrium-Ionen-Akku an. Die genannten Akkus haben mehrere tausend Ladezyklen. Je nach Nennkapazität sind Heimspeicher für Einfamilienhäuser kühlschrankgroß; dagegen können Batteriebanken als Quartierspeicher für Wohnanlagen, Schulen, Krankenhäuser oder Gewerbebetriebe durchaus die Größe von Wohncontainern annehmen.

Hausbatterien können auch zur Reduzierung der Stromkosten unter Ausnutzung der günstigsten Stromtarife genutzt werden. Sie werden bei den günstigsten Stromtarifen aufgeladen und ihre Ladung wird dann zur Rückspeisung in das Smart Grid oder für den eigenen Energiebedarf genutzt, wenn der Tarif hoch ist. Für ihren Betrieb fallen keine Netzentgelte, EEG-Umlagen oder Stromsteuern an.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Heimspeicher
Englisch: home battery
Veröffentlicht: 17.02.2020
Wörter: 215
Tags: #Smart Grid
Links: Akku (Akkumulator), Batteriebank, BMS (battery management system), Energiespeicher, Ladezyklus