Nennkapazität

Die Nennkapazität ist ein Parameter von Batterien und Akkus. Sie drückt das Strom-Fassungsvermögen in Amperesekunden (As), Amperestunden (Ah) oder Kilowattstunden (kWh) aus und errechnet sich aus dem Produkt von Strom (I) in Ampere (A) und der Zeit (t) in Stunden.


Es ist der Entladestrom, der über einen bestimmten Zeitraum entnommen werden kann. Und zwar handelt es sich um den Zeitraum bis zum Erreichen der Entladeschlussspannung. Hat beispielsweise ein Akku eine Nennkapazität von 1.800 mAh, so kann er 9 Stunden lang einen Strom von 200 mA abgeben oder 18 Stunden 100 mA.

Die Dauer für den Entladestrom wird durch den C-Koeffizienten und die Ladezeit durch den Ladefaktor bestimmt. Der dimensionslose C-Faktor bestimmt die Zeit in denen Batterien einen konstantem Entladestrom liefern. Die C-Werte werden in einer Buchstaben-Ziffern-Schreibweise angegeben, wobei vor oder hinter dem Buchstaben C eine Ziffer steht. Beispiele: 1C, 2C, 5C, C/5, C/10. 1C bedeutet, dass ein Akku mit einer Nennkapazität von 10 Ah, 10 Stunden lang ein Ampere liefern kann. Bei Bruchteilangaben geht es um die Entladezeit. So stehen 0,2C oder C/2 für eine fünfstündige Entladezeit mit einem Entladestrom von 200 mA.

Die Nennkapazität gibt den theoretischen Wert wieder, da Akkus immer eine Restladung haben. Sie wird nach dem IEC-Standard IEC 61951-2 bestimmt. Die entnehmbare Restkapazität von Akkus ergibt sich aus der Nennkapazität, der prozentualen Entladungstiefe und der Anzahl der Ladezyklen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Nennkapazität
Englisch: rating
Veröffentlicht: 20.09.2016
Wörter: 227
Tags: #Elektronik-Kenndaten #Batterien, Akkus
Links: Akku (Akkumulator), Ampere, Amperestunde, Batterie, C-Koeffizient