Ladezyklus

Ladezyklus ist ein Kennwert von wiederaufladbaren Batterien. Bei diesem Vorgang wird einem entladenen Akku neue Energie zugeführt. Ein Ladezyklus oder Vollzyklus entspricht der Wiederaufladezeit eines entladenen Akkus. Dabei wird der Akku nach der Entladung bis zur zulässigen Entladungsgrenze wieder bis zur Vollladung aufgeladen. Die Vollladung entspricht dem State of Charge (SoC) von 100 %.


Die Anzahl an Ladezyklen setzt immer die gleiche Anzahl an Entladezyklen voraus. Der Kennwert Ladezyklen ist sehr stark abhängig vom Akkutyp, aber auch von der Art der Nutzung und damit von diversen anderen Faktoren. Wichtige Faktoren sind der Entladestrom, die Entladezeit und die Entladungstiefe, Depth of Discharge (DoD), ein weiterer in Zusammenhang mit dem Entladestrom stehender Faktor ist die Temperatur. Diese beiden Faktoren beeinträchtigen die Anzahl an Ladezyklen beträchtlich.

Ladezyklen 
   von Akkus und Superkondensator

Ladezyklen von Akkus und Superkondensator

Bei den gängigen in Elektromobilen und Mobilgeräten eingesetzten Akkus wird die Ladezyklenzahl je nach Ladezustand für Bleiakkus mit ca. 3.000 angegeben, die für NiCd-Akkus mit 10.000 und die für Lithium-Ionen-Akkus mit bis zu tausend, bevor die Speicherfähigkeit deutlich nachlässt. Diese Werte können natürlich nur unter vorgegebenen Betriebsbedingungen und sachgerechter Pflege erreicht werden. Bei den Mobilgeräteherstellern liegen die realistischen Werte um eine Zehnerpotenz niedriger.

Anders ist es bei Doppelschichtkondensatoren und Superkondensatoren. Sie zeichnen sich durch eine schier unbegrenzte Zyklenfestigkeit von mehreren hunderttausend Ladezyklen aus.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Ladezyklus
Englisch: charge cycle
Veröffentlicht: 01.02.2018
Wörter: 222
Tags: #Batterien, Akkus
Links: Akku (Akkumulator), Batterie, Bleiakku, DoD (depth of discharge), DSK (Doppelschichtkondensator)