Datenpaketnetz

Datenpaketnetze basieren auf der Datenpaketvermittlung, dem Prinzip nach eine Speichervermittlung nach dem Store-and-Forward-Verfahren. Die zu übertragenden Datenpakete werden zunächst an den lokalen Netzknoten übermittelt, dort kurzzeitig zwischengespeichert und dann gegebenenfalls über andere Knoten der Zieladresse zugeleitet. Beim Empfänger werden die einzelnen Datenpakete wieder zum ursprünglichen Datenstrom zusammengefügt.


Dem Übertragungsnetzwerk kann durch Vermaschung eine hohe Redundanz verliehen werden, sodass bei Ausfall oder Überlastung einer Übertragungsstrecke alternative Wege benutzt werden können. Über ein Datenpaketnetz kann jedes Datenpaket einzeln in loser Reihenfolge übertragen und von der Empfangsstation wieder zu einer vollständigen Nachricht zusammengesetzt werden. In Datenpaketnetzen steht keine direkte (physikalische) Verbindung zwischen den beiden Hauptanschlüssen zur Verfügung. Die Leitung wird nur für die tatsächliche Zeit der Übertragung benötigt, daher können auf einer Leitung gleichzeitig mehrere verschiedene virtuelle Verbindungen bestehen. Die Übertragung erfolgt in Teilstrecken, sodass von jeder Vermittlungsstelle Ziel und Inhalt eines Datenpaketes überprüft werden kann. Sind die Netzknoten der Teilstrecken blockiert, spricht man vom Store-and-Forward-Lockup.

Neben dem Aufbau von virtuellen Verbindungen gibt es noch den Datagrammdienst, bei dem jedes Datenpaket eine für sich geschlossene Einheit bildet und alleine übertragen wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Datenpaketnetz
Englisch: data packet-switched network - DPN
Veröffentlicht: 02.01.2004
Wörter: 198
Tags: #Offene Netze
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