Datagrammdienst

Der Datagrammdienst ist ein verbindungsloser Dienst eines paketvermittelten Netzwerks mit geringem Protokoll-Overhead. Das Datagramm wird ohne Quittungsmechanismus vom Sender zum Empfänger übermittelt. Für die Übertragung eines Datagramms muss lediglich die komplette Empfängeradresse und die Absenderadresse angegeben werden. Da das Datagramm im Netzwerk als eigene Einheit behandelt wird, ist kein Protokollaufwand für den Verbindungsaufbau erforderlich.


In vermaschten Datenpaketnetzen gibt es mehrere Wege vom Absender zum Empfänger. Die Wegleitung wird ausschließlich durch die Interface Message Processors (IMP) in Abhängigkeit von der Verkehrslage bestimmt. Daher kann es vorkommen, dass die Datenpakete in unregelmäßiger Reihenfolge oder überhaupt nicht am Zielort ankommen. Die Sequenznummer macht es dem Empfänger möglich, den Datenstrom wieder richtig zusammenzusetzen. Verloren gegangene Datenpakete kann der Empfänger beim Absender nachfordern.

Sollten auf diese Weise mehr als ein Datenpaket mit derselben Folgenummer eintreffen, werden die anderen bis auf eines verworfen. Typische Transportprotokolle für Datagrammdienste sind das User Datagram Protocol (UDP), Datagram Delivery Protocol (DDP) und das Datagram Transport Protocol (DTP).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Datagrammdienst
Englisch: datagram service
Veröffentlicht: 12.06.2011
Wörter: 170
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: CLNS (connectionless network service), Datagramm, Datenpaket, Datenpaketnetz, Datenstrom