Rückstreuung

back scattering

Von Rückstreuung spricht man bei der Übertragung in Lichtwellenleitern. Ein geringer Bruchteil des Lichtes, das durch Streuung aus seiner Richtung abgelenkt wurde, gelangt in rückwärtige Richtung. Es läuft also im LwL zum Sender zurück. Durch Beobachtung des zeitlichen Verlaufs des rückgestreuten Lichts mit Hilfe eines Strahlteilers am Sender, kann man nicht nur die Länge und Dämpfung eines installierten Lichtwellenleiters von einem Ende aus messen, sondern auch lokale Unregelmäßigkeiten.

Reflexionsverhalten der Rückstreuung
Reflexionsverhalten der Rückstreuung lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die Rückstreuung wird durch die Rayleigh-Streuung und durch Änderungen im Kernglas verursacht. Wobei das Kernglas selbst durch Querschnittsänderungen sowie durch so genannte Mikro- und Makrokrümmungen zu der Rückstreuung beiträgt. Unter Mikrokrümmungen sind fertigungstechnische Toleranzen in der Lage des Kernglases zum Mantelglas zu verstehen; Makrokrümmungen hingegen entstehen bei der Kabelverlegung durch Nichteinhaltung des Biegeradius.

Das Maß für die Rückstreuung ist die Rückstreudämpfung, der Logarithmus aus dem Verhältnis von eingestrahlter zu reflektierter Energie. Die Rückstreudämpfung ist ein wichtiges Gütekriterium für LwL-Stecker und Spleiße.

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