radio frequency identification

RFID

Radio Frequency Identification (RFID) ist ein drahtlos arbeitendes Verfahren zur Auszeichnung und Identifikation von Waren, Objekten und Personen. Es ist ein elektronisches Verfahren, das berührungslos arbeitet und die Warendaten über eine gewisse Entfernung mit Funk-Übertragung oder mit kapazitiver Kopplung überträgt. Ein RFID-System besteht aus dem Datenträger, das sind die so genannten RFID-Tags, einer Antenne und dem Lesegerät.


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Aufbau einer RFID-Karte als kontaktlose Chipkarte mit Antennenspule und Chip
Aufbau einer RFID-Karte als kontaktlose Chipkarte mit Antennenspule und Chip lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die RFID-Tags, das sind Transponder die die RFID-Markierungen in Form von gespeicherten Daten enthalten, werden zur Kennzeichnung an den Waren, an Paletten, Schachteln oder Personen befestigt. Die überbrückbare Entfernung zwischen Tag und Lesegerät ist abhängig von der Art des Tags, der Form und der Größe der Antenne, der RFID-Frequenz und der RFID-Übertragung und kann zwischen einigen Millimetern und bis einigen 10 Metern liegen. Um das Abhören der funktechnischen Übertragung einzuschränken sind die Abstände zwischen dem RFID-Tag und dem Lesegerät festgelegt und betragen nach ISO 14443 10 cm bis 15 cm und maximal 1,5 m nach ISO 15693.

Verschiedene entfernungsabhängige RFID-Systeme
Verschiedene entfernungsabhängige RFID-Systeme lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Passive RFID-Transponder haben keine eigene Stromversorgung; sie erhalten ihre Energie vom Lesegerät über Funk. Je nach System und Anwendung werden als RFID-Frequenzen Frequenzen im Langwellen-, Kurzwellenbereich, auf UHF oder im ISM-Band benutzt.

Bei Aktivierung eines Tags sendet dieser seine Signale zurück zum Lesegerät. Die Auslesezeit liegt im Millisekunden-Bereich und die überbrückbare Entfernung ist abhängig von der Übertragungstechnik und der Antenne. Bei der Funk-Übertragung, die mit Frequenzen ab 128 kHz arbeitet, können mit stationären Lesegeräten Entfernungen von bis zu einem Meter überbrückt werden. Die RFID-Übertragung zwischen Tag und Lesegerät arbeitet mit einem Anti-Kollisions-Algorithmus und hat eine Transferrate von 9 kbit/s.

RFID-Tag mit Flachspule, Foto: Tagnew
RFID-Tag mit Flachspule, Foto: Tagnew lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Tags werden in Warenwirtschaftssystemen und der Logistik eingesetzt, ebenso im Personenbereich für die Zugangskontrolle oder das kontaktlose Ticketing, für die Tieridentifikation oder in Kraftfahrzeugen als Wegfahrsperre, in der Erfassung von Maut und der Erstellung von Verkehrsprofilen und auch auf Smartcards.

RFID unterstützt Hersteller, Lieferanten, Speditionen und Distributoren in der Logistik, der Optimierung der Lagerhaltung und der Rechnungslegung. Beim personenbezogenen Einsatz und auf Smartcards kann die RFID-Technik zur Erstellung von Bewegungsmustern und zur Analyse des Kaufverhaltens benutzt werden.

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