Streuung

Streuung, Scattering, ist ein Effekt mit dem elektromagnetische Wellen und Lichtwellen während der Übertragung gestreut und damit beeinträchtigt werden.


  1. In Lichtwellenleitern ist die Streuung entscheidend für die Dämpfung. Sie entsteht durch mikroskopische Dichtefluktuation im Glas, die einen Teil des geführten Lichts so weit aus seiner Richtung ablenken, dass er den Lichtwellenleiter verlässt. Dieser Vorgang findet in der Mie-Streuung und der Rayleigh-Streuung seine Erklärung. Das Rayleigh-Gesetz besagt, dass mit zunehmender Wellenlänge der Streuverlust mit vierten Potenz abnimmt. Bei den für die optischen Nachrichtenübertragung relevanten Wellenlängen von 850 nm und 1.550 nm betragen die Streuverluste bei 1.300 nm ca. 18 % und bei 1.550 nm nur ca. 90 % des Wertes, der bei 850 nm auftritt. Bei diesen Wellenlängen liegen auch die optischen Fenster von Lichtwellenleitern.

  2. In der Funkübertragung wird die Streuung von Funkwellen für die Selektion einzelner Funkwellen aus einem Funkwellengemisch genutzt. So im BLAST-Verfahren und in Multiple Input Multiple Output (MIMO), das in WLANs eingesetzt wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Streuung
Englisch: scattering
Veröffentlicht: 23.02.2017
Wörter: 161
Tags: #Lichtwellenleitereigenschaften
Links: BLAST (Bell labs layered space time), Dämpfung, EMW (electromagnetic wave), LwL (Lichtwellenleiter), Mie-Streuung