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OLPC (one laptop per child)

"One Laptop per Child" (OLPC) ist eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, den Schulunterricht in Entwicklungsländern mit einem Einfachst-Computer aufzuwerten.


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Vordenker und Gründer der Initiative ist der MIT-Professor Nicholas Negroponte, der OPLC im Jahre 2005 ins Leben rief. Von Anfang an vertrat die Stiftung die Auffassung, dass ihr Ziel nur mit einem Laptop-Modell für weniger als 100 US-Dollar zu erreichen sei. Die Entwicklung des Modells "XO-1" setzte daher die Verwendung günstiger Komponenten und kostenloser Open-Source-Software voraus.

Historie des Projekts

Im April 2006 begann der Alpha-Test der Laptops, im November 2006 standen die ersten 875 Geräte zur Verfügung, und im Februar 2007 gingen 2.500 Beta-Laptops in den Praxistest. Seit November 2007 werden die Geräte nach Anlauf der Serienproduktion ausgeliefert.

Der Laptop

Das Modell "XO-1" besitzt eine grafische Zoom-Oberfläche mit der Bezeichnung "Sugar", deren selbsterklärenden Symbole auch von Schülern der Unterstufe zu bedienen sein sollen. Das Betriebssystem ist eine Fedora Linux-Distribution, die besonders für einen schonenden Ressourcen-Verbrauch optimiert wurde.

Preiswerter XO-1-Laptop für das OLPC-Projekt, Foto: dvice.com
Preiswerter XO-1-Laptop für das OLPC-Projekt, Foto: dvice.com lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Der Billigst-Laptop arbeitet mit einem ARM-Prozessor und einer Solid State Disk (SSD). Die Abmessungen des "XO-1" sind 242 × 228 × 30 mm. Zum Serienumfang gehören ein Touchpad, drei USB-Schnittstellen, ein Lesegerät für SD-Karten, ein Mikrofon, Lautsprecher sowie Audio Ein- und Ausgänge. Das Display hat eine Diagonale von 7,5 Zoll und eine Auflösung von 1.200 x 900. Das Display benötigt weniger Energie als LCD-Displays und kann auch bei Sonnenlicht benutzt werden. Es arbeitet mit drei Betriebsarten: im transmissiven Modus arbeitet es wie ein LCD-Farbdisplay mit Hintergrundbeleuchtung, im reflektiven Modus wird die Hintergrundbeleuchtung abgeschaltet und das einfallende Licht wird an einer spiegelnden Schicht reflektiert und durchleuchtet die Schwarz-Weiß-Pixel. Dieser Modus ist vergleichbar dem von E-Paper. Im dritten Modus, dem transreflektiven Modus, arbeitet das Display mit Hintergrundbeleuchtung und reflektiver Schicht. Dieser Modus zeitigt auch bei hohem Umgebungslicht gute Ergebnisse.

Mit einer serienmäßigen WLAN-Karte gemäß 802.11b/g und 802.11s lassen sich bis 2 Mbit/s über 2 km übertragen. Zur Weiterleitung der Daten kann jeder Laptop eine Verbindung ohne Server zu anderen Laptops aufbauen. Hat ein anderes Gerät oder ein Server Zugang zum Internet, erhalten auch die anderen Geräte einen Zugriff. Da jeder Laptop ständig als Router dient, funktioniert die Weiterleitung der Daten auch in ausgeschaltetem Zustand.

Der "XO-1" bezieht seine Energie aus einem auswechselbaren Akku oder fünf AA-Batterien. Hinzu kommt ein Dynamo, dem mechanische Leistung über eine Handkurbel, Pedale oder ein Zugseil zugeführt wird. Nach einer Minute Aufladezeit sind 10 bis 20 Minuten Nutzung möglich.

http:www.laptop.org

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