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Bandlaufwerk

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Bandlaufwerke gibt es seit Beginn der 50er-Jahre. Sie lösten damals die Lochkarte als Sekundärspeicher ab und waren ideale Speichermedien für Mainframes und die späteren Minicomputer. Ihr heutiger Einsatz zielt dank ihrer hohen Speicherkapazitäten und die niedrigen Kosten pro Speichereinheit hauptsächlich auf die Datensicherung von Servern ab.


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Speicherhierarchie
Speicherhierarchie lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die ersten Bandlaufwerke arbeiteten mit 1/2-Zoll-Bändern, sie hatten feststehende Magnetköpfe und neun Spuren. Die Speicherdichte der Magnetbänder lag damals bei 1.600 Bit pro Zoll und wurde bis in die achtziger Jahre um ein Vielfaches gesteigert. Darüber hinaus sorgen Codierverfahren wie das Variable Rate Randomizer (VR2) für eine wesentlich verbesserte Ausnutzung der Magnetbänder.

Alle Bandlaufwerke speichern ihre Daten sequentiell auf Blockebene, wobei die Informationsblöcke möglichst groß sein sollten. Zur Reduzierung der Datenmenge arbeiten alle Magnetbandspeicher mit Datenkompression, dabei wird bei der Angabe der Speicherkapazität in der Regel von einem Kompressionsfaktor von 2:1 ausgegangen; einem mehr oder weniger willkürlich gewählten Wert, da die Kompression von der Datenstruktur abhängt. Bei der sehr effizienten ALDC-Kompression ist die Datenreduktion 2,5:1.

S-AIT-Laufwerk 
     von Sony
S-AIT-Laufwerk von Sony lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Streamer speichern die Daten auf Magnetband, und zwar sequenziell auf einer oder mehreren Spuren, wobei als Aufzeichnungsverfahren das Längs- und das Schrägspurverfahren eingesetzt werden. Bedingt durch die Bandlänge und die sequenziell abgelegten Daten dauern Suchvorgänge relativ lange. Die Zugriffszeiten bewegen sich im Bereich von einigen Sekunden bis hin zu einigen Minuten.

Robotersteuerung einer Automated Tape 
     Library (ATL)
Robotersteuerung einer Automated Tape Library (ATL) lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Die Magnetbandtechnik wird als preiswertes Speichermedium für die Archivierung und das Backup großer Datenmengen eingesetzt, auf die anschließend eher weniger zurückgegriffen werden muss.

An Technologien haben sich durchgesetzt: die 4-mm-Technik Digital Audio Tape (DAT) oder Digital Data Storage (DDS), die 8-mm-Technik mit Advanced Intelligent Tape (AIT) und S-AIT, dem VXA-Laufwerk, dem ADR-Laufwerk und dem Mammoth-Laufwerk, das Quarter Inch Cartridge (QIC) mit dem Travan-Laufwerk und das 1/2-Zoll-Format mit Digital Linear Tape (DLT) sowie SDLT (Super DLT) und Linear Tape Open (LTO).

Magnetbänder werden in Form von Array als Bandbibliotheken für die Speicherung von Petabytes (10exp15) eingesetzt. So bei den Automated Tape Libraries (ATL) mit vollautomatischer Robotersteuerung.

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