Lochkarte

Die Lochkarte ist die älteste Form eines Datenträgers für die Speicherung sowie die Ein- und Ausgabe von Daten. Sie stammt aus dem Jahr 1890 und wurde von dem amerikanischen Erfinder Herman Hollerith (1860 bis 1929) erfunden, daher auch die Bezeichnung Hollerith-Lochkarte.


Bei der Lochkarte handelt es sich um einen Karton, der in Spalten und Zeilen eingeteilt ist. Die Daten werden durch Löcher nach einem festgelegten Code eingestanzt und können mechanisch, optisch oder elektrisch abgetastet werden.

Die Lochkarte hat ein standardisiertes Format in der Größe 187,3 mm x 82,5 mm und eine Dicke von 0,178 mm.

Standardisierte Lochkarte, Foto: Uni-Saarland

Standardisierte Lochkarte, Foto: Uni-Saarland

In die aus zwölf Zeilen und 80 Spalten bestehende Matrix wurde rechteckige Löcher gestanzt; es konnten insgesamt 80 Zeichen gespeichert werden. Die 12 Zeilen sind unterteilt in die oberen zwei, die als Überlochzone bezeichnet werden, und die unteren zehn, die Normallochzone genannt werden. Die Zeichen werden durch Lochkombinationen dargestellt: Ziffern durch ein Loch, Buchstaben und Sonderzeichen durch zwei oder drei Löcher unter Benutzung der Überlochzone, wobei eine Spalte immer ein Zeichen repräsentiert. Als Zeichensatz wurde der Lochkartencode der Firma IBM verwendet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Lochkarte
Englisch: punched card
Veröffentlicht: 10.09.2009
Wörter: 181
Tags: #Speichertechnik
Links: Code, Daten, Datenträger, DGT (digit), Matrix